Sonntag, 14. April 2019

Guten Morgen

05.00 Uhr aufstehen.
Ich meine, was ist das für eine Zeit?

Jeden Morgen sitze ich 5 Minuten auf der Bettkante und philosophiere über den Sinn und Zweck. Da zu diesem Zeitpunkt mein Gehirn noch jegliche Kooperation vermeidet, bin ich noch nicht sehr weit gekommen. Sicher ist aber, dass es in diesen vier Wänden niemanden gibt, der sich über die frühe Zeit freut.

Man sollte ja meinen, dass zumindest die Hunde erfreut wedelnd neben der Haustür stehen und die Idee toll finden. In der Realität sieht es so aus, dass beide sich noch tiefer in ihr Kissen graben und es erst mal mit ignorieren versuchen. Geht dann das Licht an, wird murmelnd ein Vorderbein übers Gesicht gezogen und der Welt die Unzufriedenheit mitgeteilt.

Während ich also im Bad verschwinde, bleiben hinter mir mein Gehirn und meine beiden Hunde in ihren jeweiligen Betten zurück.

Etwas frischer, aber immer noch jenseits von "wach" ziehe ich mich an, mit manchmal erstaunlichen Ergebnissen, wie ich dann im Büro feststellen darf.

Es folgt der morgendliche Motivationsversuch die Hunde zu einem Spaziergang zu überreden. Die kleine E. macht ja noch mit, unternimmt allerdings keinen Versuch die Ringe unter ihren Augen zu verbergen. C. tut noch nicht einmal so, als ob sie aufstehen würde und testet erst mal aus, ob ich es auch wirklich, wirklich ernst meine. Irgendwann wird der Kopf gehoben und der Blick vermittelt ein ziemliches deutliches "Ernsthaft?"
Schließlich stehen wir alle drei verfroren vor dem Auto und machen uns auf dem Weg in die Felder.

Und dort passiert dann doch eine gewisse Transformation: Der blau rote Himmel, die frische Luft und die vielen Vogelstimmen machen mir klar, welches Privileg ich genieße. Einigermaßen besänftigt fahren wir wieder nach Hause, wenn nicht die kleine  E. die Gelegenheit genutzt hat, sich in etwas lang totem zu wälzen. Dann ist die Stimmung zumindest bei mir nicht ganz so gut.

Um in einem wachähnlichen Zustand im Büro anzukommen, habe ich vor zwei Wochen eine weltbewegende Erfindung namens "Chokochino" in der Tanke auf dem Weg entdeckt. Es bestand das Problem, dass ich Koffein zum Überleben benötigte, aber keinen Kaffee mag. "Ein Teufelsdreieck meine sehr verehrten Damen und Herren"
Nun aber die Lösung. Kakao mit viel Milch und wenig Kaffee. Hilft!
So gut, dass ich direkt zwei mitnehme. Einen im kindersicheren Thermobecher von zuhause und einen in dem instabilen Pappbecher aus der Tanke.

Resultat am vorigen Freitag:
Müde den ersten Becher unter die Füllstatin gestellt, voll gemacht, weg gezogen, bevor der Kaffee kam, der dann hübsch daneben floss. Zweiten Becher intelligenter fabriziert, ins Auto und schnell zum kleinen Supermarkt, der um die Zeit schon auf hat. Denn natürlich hatte ich auch nicht eine Scheibe Brot mehr für mein Frühstück im Haus.
Auf dem Weg zum Laden den halben Becher Chokochino über den weißen Pullover gekippt (musste ja heute sein, gestern hatte ich ein farblich besser passendes Oberteil an) und dann im Supermarkt das letzte Käsebrötchen verpasst. So etwas kann mich sehr unzufrieden machen!

Anschließend im Büro dann noch die Beurteilung für die eine Woche Qualifikationstraining bekommen. Und anschließend schon reif fürs Wochenende gewesen, um 09.05 Uhr....


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