Wenn mich etwas begeistert, kann ich in Gesprächen sehr mitreißend sein. Meine Zuhörer mitnehmen, neugierig machen und den Wunsch erwecken mehr zu erfahren.
Meist ist dies ein guter Weg, aber bei einer Sache zeigen sich gerade die Schattenseiten.
In meinem Freundeskreis habe ich aus lauter Begeisterung auch über Ihn erzählt. Wie Sie sich vielleicht denken könne, nicht so ganz realitätsgetreu. Also weder die BDSM Basis, noch die Tatsache, dass er verheiratet ist. Und ich nicht mehr als seine Geliebte (und bei diesem Satz höre ich meinen eigenen Atem, der mir dabei tief aus dem Herzen kommt).
Da ich aber so begeistert über Ihn spreche, kommen jetzt die Folgen. Meine Freunde möchten ihn selber erleben, kennenlernen. Hm
Ich hatte von seinen Führungen durch Hamburg erzählt, von meiner Begeisterung, seinem Wissen und Enthusiasmus. Also kam die Frage, ob er sie beim nächsten Besuch auch einmal herumführen würde. Hm
Am Wochenende wollte eine meiner Freundinnen nach Hamburg kommen und meinte, dass sie Ihn gern einmal kennenlernen würde. Als ich dann fragte, meinte er vorsichtig, er wisse noch nicht, ob das terminlich klappen würde. Und warum K. ihn überhaupt kennenlernen wolle?
Heute dann unter anderem seine Antwort dazu, dass er leider an diesem Termin nicht könne.
Irgendetwas fühlte sich an Seiner Antwort anders an und um nicht wieder in eine Gedankensackgasse zu geraten, habe ich dieses Mal direkt nachgefragt:
"weil ich versprochen habe, mir nicht zu viele Gedanken zu machen, ohne zu fragen, gebe ich mir erst mal einen kleinen Schubs: Habe ich den richtigen Eindruck, dass Du Dich nicht ganz wohl gefühlt hast, dass K. Dich gern einmal treffen würde? Da ich das nachfühlen kann, wollte ich Dich fragen, ob das ein genereller Wunsch von Dir ist, da lieber keine Freunde von mir kennenzulernen? Denn dann hätte ich eine Lösung gefunden, ohne dass ich lügen müsste - was ich gern vermeiden würde. Ich hatte mir überlegt, dass die Neugierde meiner Freunde ja nur dadurch entsteht, dass ich von Dir erzähle. Wenn Du also sozusagen gar nicht existierst, ich Dich nicht erwähne, gibt es auch keine Nachfragen. Wäre das eine Lösungsmöglichkeit für Dich?"
Zwei Antwortmöglichkeiten gab es in meinem Hirn von seiner Seite dazu:
- Ja, ist mir lieber (weil es dann weniger Möglichkeiten gibt, dass es raus kommt)
- Nein, warum willst Du Dich nicht zu mir bekennen?
Mit Seiner Antwort bin ich nun zwar weiter, aber nicht besonders glücklich (jahaa, ich weiß, die Leute müssen nicht alle so denken wie ich. Aber es wäre doch so viel einfacher. Also für mich. Irgendwie)
"Liebste, Du findest schon den richtigen Weg. Ich hab keine Probleme mit Deinen Freundinnen. KussIch liebe Dich"
Weil das längst überfällig ist: Schön, dass du wieder schreibst!
AntwortenLöschenMan spürt in deinen Zeilen die innere Zerrissenheit - allerdings verstehe ich seine Antwort als deine zweite Antwortoption ("Nein, warum willst du dich nicht zu mir bekennen?"). Er schreibt ja, das er kein Problem mit deinen Freundinnen hat. Deshalb verstehe ich deine Gedanken nicht ganz. Du greifst ihm vor, ohne das er das verlangt? (Oder verstehe ich etwas falsch? Dann sieh es mir bitte nach.)