Montag, 8. Februar 2021

2021 die ersten zwei Monate

 08.02.2021

Mein Herr hat heute mit mir telefoniert und im Laufe des Gesprächs kamen wir auf verschiedenes zu sprechen. Nicht alles einfach. 

Aber es wird mir vermutlich auch einiges erleichtern, so zum Beispiel “Bitte” zu sagen. Auch weil ich weiß, dass er es sich wünscht und das allein ausreicht, um in mir den Wunsch zu wecken, es für ihn zu tun. Und mich zu entwickeln.

In anderem 



07.02.2021

Die letzten drei Tage dieser Woche waren dunkel, sehr dunkel. Vor allem abends, denn ausnahmsweise habe ich jeden Abend bis 18 Uhr gearbeitet. Und ausgerechnet Mittwoch taute der Schnee. Ist ja normalerweise nicht schlimm, aber das Risiko von Reh- und Damwild, das die Straße kreuzt, steigt enorm. Also bin ich auf dem Rückweg recht langsam gefahren, was den Fahrer hinter mir wohl genervt hat, so dass er ziemlich nah auffuhr. Glücklicherweise nicht, als wirklich ein Rudel Damwild am Straßenrand das frei gewehte Gras fraß. So viele Tiere auf einmal hatte ich, außer im Gehege, noch nicht gesehen. Über knapp 100 m säumten sie im Scheinwerferlicht den Weg. 

Etwas überrascht bin ich auch die nächsten Kilometer vorsichtiger gefahren, prompt stand ein Hungersprung Rehe knapp hinter der nächsten Ortschaft. Im Dunkeln fahre ich ohnehin nicht so gern, aber an dem Abend hatte ich gar keine Lust mehr.


Freitag hatte ich das Gefühl, dass nur noch eine Kollegin und ich um 18 Uhr im Gebäude waren. Überall waren schon die Lichter aus und nur die Notbeleuchtung im Flur schien noch, ziemlich einsam, wenn alle anderen im Home Office sind. 


Am Samstag gab es eine Dokumentation über ein Urlaubsgebiet, das durch Corona ökonomisch völlig zusammenbricht, weil alles nur auf dem Tourismus basierte. 

Das erinnerte mich an die Monokulturen, die früher viel in Wäldern gepflanzt wurden und die extrem anfällig für Schädlinge oder Wetter sind.

Genau wie große Viehbestände oder anderen Pflanzenkulturen. Alles was nur auf einem Standbein ruht, zu einseitig ist, hat bei Schwierigkeiten kaum eine Chance.

Und jetzt zu dem, was es mit diesem Tagebuch zu tun hat: Wenn meine Beziehung zu meinem Herrn nur auf einem Aspekt beruhen würde, hätten wir in der Corona Zeit kaum eine Chance gehabt. Aber es ist mehr als nur Sex, nur “ich-mag-Dich” und mehr als die Freude an einem intelligenten Gesprächsparter, mehr als ein dominantes oder behütendes Gegenüber. Glück gehabt 



30.01.2021

Über den Tag

Donnerstag habe ich meinen längsten Tag, 06.45 Uhr aus dem Haus und 19.15 Uhr wieder zu Hause. 10 Stunden PC und Telefon, da freue ich mich über jeden gut gelaunten Gesprächspartner und wenn ich nicht allein im Büro sitze.

Diesen Donnerstag habe ich mal gemerkt, wenn nicht alles passt. Meine Kollegen waren alle spätestens um 16.00 Uhr weg und direkt morgens hatte ich bei meinem ersten Anruf schon eine, na sagen wir, schlecht aufgewachte Anruferin. 

Im Rückblick kann ich sagen, dass ich jetzt weiß, was mich am meisten verzweifeln lässt - wenn bei den Leuten der viel zu warme Winter die Gehirne heiß laufen lässt. Himmel!

Gerichtlich bestellte Betreuer, also bezahlte, die einfachste Briefe nicht verstehen und in Klienten dadurch in Bedrängnis bringen.

Oder folgende Geschichte: Kunde erkundigt sich, ob sein Geld überwiesen worden sei. Die Nachforschungen ergeben, dass es in diesem Monat nichts daraus wird, weil er keinen Antrag abgegeben hat. Wenn wir nicht wissen, dass er Hilfe braucht, können wir auch nicht helfen. Er versuchte mir nun glaubhaft zu erzählen, dass er bereits vor 14 Tagen seine Unterlagen in den Briefkasten vor dem Amt eingeworfen habe (Anmerkung: Der ist ca. 1 m hoch und wird jeden Tag mindestens drei Mal entleert, damit er alle Post fassen kann).

Am Mittwoch habe er bereits nach der Zahlung gefragt und als die Antwort negativ war, sei er nochmals zum Briefkasten gegangen und habe den Brief heraus gezogen, der hätte ganz oben gelegen. Den Antrag hätte er dann eingescannt und uns zugemailt.

ah ja

Nach 14 Tagen liegt so ein Brief noch im Kasten und ganz oben

so so

Ich habe dann nachgefragt, ob der Security Dienst , der neben dem Eingang steht, nicht versucht hätte, ihn davon abzuhalten im Briefkasten zu fischen. Nein, die hätten nichts gesagt.

ah ja

Dann hilft nur noch Sarkasmus: Also habe ich mich höflich bedankt, dass er uns auf die mangelnde Kastenentleerung informiert hätte und wir würden ab sofort aufmerksamer sein.

Hat aber nicht geholfen

Er hat es nicht verstanden und ich fand immer noch, dass es eine Beleidigung meiner Intelligenz war, so ein Ding zu versuchen


In dem Stil ging es weiter.


Um so mehr fällt dann ins Gewicht, wenn mein Herr zu spüren scheint, wie es mir geht und kleine Nachrichten eine große Wirkung haben.


Ich bin bei Dir, hdl, Kuss


Das hat mir in dem Moment so sehr geholfen und mir viel bedeutet - Danke


24.01.2021

Über den Tag

Während der Woche habe ich nicht oft die Ruhe Mails mit Menschen zu schreiben, die mehr Zeit in Anspruch nehmen

Also mache ich so etwas gern am Wochenende, so auch heute. Meiner liebsten Freundin ist der zweite Hund gestorben und ich weiß, dass sie dann nicht telefonieren mag. Schriftlich finde ich es sehr schwer die richtigen Worte zu finden, aber da kämpfe ich mich durch.

Birgit K. hat heute Abend angerufen und wir haben etwa 1,5 Stunden gebraucht, um die jeweils andere wieder auf den aktuellen Stand zu bringen. Und zu planen, endlich ein Wiedersehen zu planen. Sie ist einer der wenigen Menschen, bei denen mein Hirn in angenehme Tätigkeit übergeht, das macht die Zeit mit ihr unter anderem so wertvoll.




23.01.2021

Über den Tag

Heute war es ein recht komatöser Tag, ich habe bis 15.30 Uhr geschlafen, ausgeschlafen. Danach aufgeräumt, geputzt und neu eingeräumhab

Die anderen hat sie am Freitag im Skype Chat informiert.


Und dann ist da noch der andere Weg, den mein Herr gerade verfolgt. Fordernder, direkter. Ich werde das tun, was er gesagt hat, es erleben. Ich merke dabei auch, dass ich mich sicher fühle wenn er dabei schreibt “Kuss, dann werden wir das ausbauen um zum Einen das Gänsehautgefühl zu steigern und zu verlängern und dann wieder einen gefühlvollen, kleinen Schritt zu machen”


Das mit den Gefühlen ist bei mir notwendig, das merke ich. Und so wie ich ihn einschätze, wusste er es bereits vor mir.



22.01.2021

Ein Zitat, das mein Herr gefunden und mir geschickt hat. Das zu uns passt, wie ich finde



"Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen,

gib´mir nicht, was ich mir wünsche,

sondern was ich brauche.

Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte"

Antoine de Saint-Exupery



13.01.2020

Ich mag die Telefonate mit meinem Herrn sehr. Seine Stimme, die Dinge, die er sagt. Die Welterfahrung, die aus seiner Sicht der Dinge spricht. Die Belesenheit, seine sexuelle Erfahrung und Lust, sein Humor

Es ist notwendiger Input für meinen Kopf (und wohl auch für mein Herz), den ich genauso brauche wie ich den Sex und seine Dominanz genieße.

Wir sprachen heute über vieles, so dass ich noch genug zu Denken habe.

Und mein Gefühl, als das Telefonat beendet ist: hdl




09.01.2021

Das Jahr ist noch gar nicht so alt, aber ein wenig ist schon passiert.

Mein Auto hat sich still und leise verabschiedet, Zahnriemen gerissen, wirtschaftlicher Totalschaden. Auf dem Weg zur Arbeit ging plötzlich der Motor aus und ich musste den ADAC anrufen. Was bin ich froh, dass ich dort Mitglied bin. Allerdings scheine ich nicht der einzige Autofahrer auf Gottes Erdboden zu sein (Überraschung) denn schon die erste Information zur Wartezeit betrug 60-90 Minuten. Eigentlich wollte ich niemand um Hilfe fragen, aber nach einer Stunde wurde es einfach zu kalt im Auto und ich habe Rebecca gebeten, mich abzuholen. Und ich habe einfach ein Riesenglück, dass sie Zeit hatte und mich zurück gefahren hat. Der Wagen wurde direkt zur Werkstatt gebracht und am nächsten Tag gab es dann die ungute Nachricht, dass der Wagen nicht mehr zu retten ist.


Hat mich erst einmal richtig runter gezogen, was mir im Hintergrund Sicherheit gab, war die vorausschauende Hilfe meines Herrn. Natürlich auch wegen der Summe an sich, aber vor allem, weil da jemand ist, der an mich gedacht hat, was mir dann Rückhalt gibt. 


Trotzdem waren die nächsten beiden Tage nicht besonders von Optimismus geprägt, was ich wohl, trotz Anstrengung, ausgestrahlt hatte. Am Freitag hatte mich Claudia hier abgeholt, damit ich zur Werkstatt kam (Auto ausräumen und Papiere zur Abmeldung abgeben) und Einkaufen konnte. Claudia und Stefan waren dann auch so lieb und haben in Celle ein Auto angesehen, dass ich wohl kaufen werde.

Und Stefan rief an und meinte, dass ich wohl etwas “Schönes zur Aufmunterung” brauchen würde und lud mich für ein Sonntag Abend Essen ein. Da ich weiß, wie gut er kochen kann, habe ich meinen Herrn um Erlaubnis gebeten.



01.01.2021

Lernidee für Januar




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