Seit einigen Monaten bewerbe ich mich innerhalb der Firma auf andere Stellen. Aber erst seit meinem letzten Mitarbeitergespräch mit meiner ehemaligen Abteilungsleitung geht es vorwärts. Anlässlich der anstehenden Elternzeit gab es noch eine Bewertung und die fiel in meinem Fall sehr gut aus (ja, ich habe auch erstaunt geguckt).
Mit diesem Eintrag in der Personalakte sahen meine Chancen auf eine andere Tätigkeitsebene schon bedeutend besser aus. Und prompt wurde mir eine Stelle in einer anderen Abteilung angeboten, ganz ohne eigene Bewerbung von mir. Ich war baff und hab mich bei meiner Vorgesetzten bedankt, die mich da sehr unterstützt hat.
Ca. 4 Wochen vorher hatte ich mich noch auf eine Stelle in der Stadt beworben, in der Er wohnt.
Weil Er dort wohnt.
Tja und wie das Eichhörnchen es will, bekam ich einen Tag nach Zusage für Stelle A, die Einladung zur Vorstellung bei Stelle B. Hmpf
Und nun? Er nicht da (Sie wissen, das d....... Mittelmeer und so) Also auch keine Möglichkeit zur Beratung. Mit meinem Vorgesetzten gesprochen und der gab mir den Rat, bei Stelle A zuzusagen, das Vorstellungsgespräch bei Stelle B zu machen und dann ggf. bei Stelle A wieder abzusagen.
Ist nicht so mein Stil, denn da hängt eine Menge Schulungsplanung mit drin und wenn ich dort absage, muss dort von neuem ausgeschrieben etc. werden.
Aber auch andere Kollegen rieten mir zu diesem Weg, man würde zwar nicht begeistert sein, aber es sei innerhalb der Firma normal. Nun denn
Das Vorstellungsgespräch für Stelle B verlief kurz, keine Ahnung, wie meine Chancen sind.
"Fun Fact": Stelle A soll ich am 01.07.2023 antreten, Stelle B kann, wegen der Ferienzeit, vermutlich erst Anfang 07/2023 sagen, ob es geklappt hat.
Sie ahnen gar nicht, wie sehr ich mich da nach einem Gespräch mit Ihm gesehnt habe.
Für mich war und ist das enorm viel Druck. Was da alles mit dran hängt.
An Schlaf war nicht viel zu denken, die morgendlichen Kopfschmerzen waren nach 2 Wochen schon Gewohnheit. Es war einfach mies.
Dann noch mein Lieblingskollege, der sich für mich freut, aber ernsthaft kündigen will. Er plant schon länger eine Weltreise, wollte aber eigentlich noch länger sparen.
Überhaupt meine Kollegen - ich habe so viel Glück mit dem Haufen. Tolerieren meine Anfälle von Humor und sind einfach weltklasse. Seit 4 Tagen wissen sie es und der meist gehörte Satz ist:" Ich freu mich für Dich, wirklich! Aber ....
Dienstag nun meine Überraschung, als Er meinte, ich bin in 1,5 Stunden bei dir.
Glücksbrausegefühl im Herz, duschen, noch einmal rasieren und umziehen.
Aus dem Fenster kann ich sehen, wie er zur Haustür geht und beim ersten Blick strahlen unsere Augen. Es ist wie der erste Schluck Wasser, wenn man Durst hat. Es befriedigt mehr als nur meine Lust auf Sex, Dominanz oder Liebe. Es ist das alles und mehr
Wir haben nicht viel Zeit füreinander, aber ich merke, dass seine Anwesenheit, seine Dominanz, die Züchtigungen (oh ja, ich handel mir an diesem Tag nicht nur mehrmals den Gürtel ein sondern auch noch dieses verd...te Kabel) etwas tief in mir lösen. Mir unglaublich helfen diesen Druck loszuwerden. Einen Tag später realisiere ich, dass ich das tatsächlich brauche. BDSM sozusagen nicht nur als kleine Spielerei mag, sondern tatsächlich mein submissiver Teil das braucht.
Ich bin wieder bei mir
Es freut mich zu lesen, wenn Sie beruflich einen Schritt weiter kommen und -wie es oft im Leben so spielt- dazu noch ein paar unerwartete Stunden des privaten Glücklichseins hinzukommen.
AntwortenLöschenAber: Genießen Sie das auch:
Dieses gefordert / überfordertsein.
Dieses es-mit-sich-selbst-ausmachen-müssen, ohne Rücksprachen, haltgebende Schultern und Anderes.
Wachsen tun wir nur in dem Bestehen und Überwinden solcher Situationen, und wachsen müssen wir. Bis zum letzten Tag.
"Wachsen tun wir nur in dem Bestehen und Überwinden solcher Situationen, und wachsen müssen wir. Bis zum letzten Tag."
AntwortenLöschenDer Satz passt sehr gut, denn ich habe nun doch etwas Angst vor der eigenen Courage. Natürlich erst hinterher, wie überraschend ...