Resümee 2019
Noch ist das Jahr nicht ganz zu Ende, ein paar harmlose Stunden trennen noch von dem neuen unbekannten 2020
Schon vor ein paar Tagen hatte ich gedanklich den ein oder anderen Handlungsstrang aus 2019 hervor gekramt, betrachtet, bewertet und abgelegt. Ganz hinten ins Archiv, wo er auch wirklich ins Vergessen geraten würde oder griffbereit nach vorn , geeignet für eine Fortsetzung
Und ich hätte es eigentlich wissen müssen, bin ich wohl nicht der einzige Mensch, der solche Betrachtungen hegt. So lässt sich wohl die Aufgabe meines Herrn erklären, der mich aufforderte ein Resümee zum vergangenen Jahr zu schreiben. Keinesfalls möchte ich das auf seine Neugier zurückführen, was ich wohl so über ihn/uns denke. Natürlich nicht
Verschiedene Ansätze blinkten im Hirn auf
Kurze Variante:
Frage:Wie war 2019 im Allgemeinen so? Gut oder schlecht
Antwort: Gut
Reduzierte Variante:
Arbeit: Alles gut
Sex: Entwickelt sich erfreulich
Privatleben: teils / teils
Nach dem ganzen drum-herum-Gerede nun die richtige Version. Um die ich mich versucht habe zu drücken, weil ich mein Resümee lieber nur denken würde, als es aufzuschreiben. Denn dann kann ich mich nicht mehr herausreden, wenn ich es einmal aufgeschrieben habe. Seine Aufgabe erscheint mir auf einmal nicht mehr so einfach
Beruflich hat sich bei mir eine große Erleichterung eingestellt. Meine befristete Stelle wurde entfristet und ich habe eine Zusatzaufgabe übernommen, die mich intellektuell und persönlich mehr fordern wird. Damit geht es mir finanziell zwar noch nicht viel besser, weil die KK ein verdammter Blutsauger ist, aber zumindest fühle ich mich etwas sicherer. Ein Gefühl, dass ich dringend brauche.
Ich fange nämlich an, unvorsichtigerweise auf andere zu vertrauen, wenn sie sagen, dass ich mich auf sie verlassen kann. Wobei “andere” sich konkret auf meinen Herrn bezieht. Der die Fähigkeit besitzt mir durch meinen Dickkopf hindurch seine Beweggründe zu erklären. Und ich lerne gerade das zulassen zu können. Ohne ihn würde mein Auto nicht mehr fahren und ich hätte große Schwierigkeiten bei der Arbeit. Und auch wenn das sehr wichtig für mich ist, das Gefühl war noch heftiger.
Cendreas Tod im Juni hat eine große leere Stelle hinterlassen. Sie hat auf ihre Weise auf mich aufgepasst, ein Gefühl, dass ich vermisse.
Im Bereich Erotik hat sich im letzten Jahr wohl am meisten getan. Ich bin fasziniert, verführt, getrieben. Will mehr erleben, erfahren. Schrecke zurück und gelange an der Hand meines Herrn bedachtsam weiter.
“Mein Herr” dieser Begriff bekommt eine immer tiefere Bedeutung für mich, auch im sexuellen Bereich. Dadurch kann ich mich noch mehr gehen lassen, habe dadurch noch mehr Spaß am Sex und traue mich auch mehr.
Der Griff in den Nacken, seine fordernde Art, seine Hände an meinem Körper - der dann ihm gehört.
Bilder von gefesselten Händen, verbundenen Augen, verborgenen Aufgaben wenn wir unterwegs sind. Die Möglichkeit ihn im Auto geiler zu machen, wenn er selber nichts machen kann, Züchtigungen, die ihm gefallen und mich endlich an meinen Platz bringen.
Das Gefühl, endlich dort zu sein, wohin ich passe, wohin ich gehöre. Dabei zu ihm aufzublicken, in diese Augen, die Dominanz und Zärtlichkeit verheißen.
In den Tagen zwischen den Jahren der Gedanke daran, dass ich den Weg weitergehen möchte. Das würde von mir die ein oder andere Grenzüberschreitung bei meinen Emotionen er- und einfordern. Also mich trauen, mich auf die führende und schützende Hand meines Herrn vertrauensvoll einlassen, weil ich den Gefühlen folge. Wäre eine ungewohnte Reihenfolge für mich.
Und: Funktioniert bei mir nur, wenn von der anderen Seite die Emotion in gleicher Stärke erwidert wird und da befürchte ich, würde ich meinen Herrn eventuell überfordern.
Dabei lockt mich das Bild dessen, was noch möglich ist, welche Möglichkeiten noch in Seele und Kopf möglich sind.
Gefühl des Jahres : eine tiefe Zufriedenheit, das Bewusstsein den passenden Weg zu gehen. Der Wunsch es auszukosten, nicht an der Oberfläche zu bleiben, sondern vor allem emotional gemeinsam noch intensiver zu erleben. Dabei Hindernisse zu überwinden
Etwas direkter die Fragen aus dem Spiegel zum Jahreswechsel
1. Wofür bist du dankbar?
Für die Fähigkeit glücklich sein zu können
2. Was war in diesem Jahr deine Lieblingsbeschäftigung?
Da gibt es einiges.
Draußen sein, sitzen und die Umgebung still genießen.
Treffen mit meinem Herrn
Brettspiele habe ich wieder entdeckt und es macht unheimlich Spaß
3. Was war dein größter Fehler?
Den habe ich Anfang des Jahres 2019 hinbekommen. Und ich hoffe, dass das keine Folgen hat
4. Wann warst du glücklich?
Wann immer möglich.
Lange Gespräche mit meiner besten Freundin
Treffen mit meinem Herrn
Als mein Arbeitsvertrag entfristet wurde
5. Warum hast du das nicht öfter gemacht?
Hauptsächlich eine Zeitfrage und nicht immer meine
6. Was hat sich verändert?
Meine Einstellung zu mir selber. Ich habe gemerkt, dass da noch vieles ist, was ich noch nicht erlebt habe, aber noch erleben möchte.
7. Worauf bist du stolz?
Das ich es geschafft habe mein zeitliches und persönliches Engagement für mein Ehrenamt zu reduzieren
Vielleicht, ein ganz klein wenig vielleicht auch darauf, dass ich meinem Herrn Sachen erzählen kann, für die ich mich in Grund und Boden schäme
8. Wer waren in diesem Jahr die 3 wichtigsten Menschen für dich?
Meine beste Freundin
Mein Herr
Die Frau, die entschieden hat, meinen Arbeitsvertrag zu entfristen
9. Wissen diese Menschen das?
Meine Freundin - ja
Mein Herr - ich weiß es nicht
Meine Chefin - sicher nicht
10. Mit wem hättest du gern mehr Zeit verbracht?
Meinem Herrn
Den vielen interessanten Menschen um mich herum, mit denen meist nur kurze Begegnungen möglich sind
11. Und mit wem weniger?
Ärzten, Auto Werkstatt, den Vereinsmenschen
12. Was hast du zum ersten Mal gemacht?
Oha! Gezüchtigt werden, gebunden, in diesem Maße gehorchen, meinen Herrn zum Bad begleiten,
13. Magst du dein Leben?
Ja , es mag in manchen Bereichen (vor allem finanziell) nicht optimal sein, aber ich bin zufrieden. Ein Zustand den ich nicht für selbstverständlich halte und dementsprechend hoch schätze
14. Was sind die drei wichtigsten Dinge, die Du in diesem Jahr gelernt hast?
Anfangen zu vertrauen
Unangenehme Dinge auszusprechen und dafür nicht emotional bestraft zu werden
Mein Herr hat mir einige höchst geile Dinge beigebracht
15. Welchen Satz, den man zu Dir sagte, wirst Du auf jeden Fall in Erinnerung behalten?
Ich mag dich viel mehr, als ich wollte
16. Mit welchem Satz lässt sich dein Jahr zusammenfassen?
Es gibt einen Platz für mich an dem ich zu Dir aufsehen kann und dort finde ich Sicherheit
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