Viele Eindrücke hat mein letztes Treffen mit meinem Herrn in Hamburg hinterlassen. Sehr intensive Momente und wie ich finde, auch eine sehr intensive Verbundenheit.
Einer der Auslöser war der Besuch im T., einem SM Club. Mein Herr hatte mich vorher schon drei Mal mit dorthin genommen, einem kleinen Lokal mit einer besonderen Atmosphäre. Die wird vor allem durch die Besitzer und die Gäste erschaffen. Ein sehr lockerer Umgang, mit eindeutigem Verhalten. Es gibt die Möglichkeit verschiedene Räume diskret oder mit Zuschauern zu nutzen. Und die Gäste zeigen die ganze Vielfalt, die BDSM bedeuten kann.
Bei den ersten drei Besuchen war ich "da", fühlte mich geborgen bei meinem Herrn, hatte aber eher das Gefühl, dort als Besucherin zu sein.
Wie auf der Reeperbahn üblich, ziehen auch durch diese Bar die Reeperbahnführungen mit recht schillernden Touristenführern. Auch an diesem Abend ließen sich rund 15 Besucher das Konzept des Ladens erklären. Und man merkt die leicht aufgeladene Atmosphäre mit etwas Unsicherheit und Staunen.
Die Stammgäste lässt das sichtlich ungerührt, ich war mir beim ersten Besuch nicht sicher, wie ich mich fühle, da ich dort das erste Mal mein Halsband in der Öffentlichkeit trug. Mein Herr hatte es mir in der Bar angelegt und ich war einerseits stolz es als seine sub zu tragen, andererseits hatte ich den Eindruck, dass alle Welt darauf starrt.
Mit meinem neuen schwarzen Halsband war ich dann schon selbstsicherer, aber das ist eine Geschichte für einen neuen Post.
An diesem Abend nun, waren wir vorher in der Boutique B. und mein Herr kaufte einen Plug, also einen Anfängerplug. Meine innere Aufregung stieg - mit jedem Schritt zur Kasse hin und dann den Weg zum T.
Kurz nach unserem Eintreffen kam eine Kieztour nach der Hausführung wieder zur Bar und das war das erste Mal, dass ich von "denen" und "uns" dachte. Ich saß sehr dicht neben meinem Herrn, mit unseren Händen auf dem Körper des anderen und gedanklich noch enger zusammen. Ein unglaublich intensives Gefühl, dass noch gesteigert wurde, als mein Herr mit mir in den 1. Stock ging. Ein leichtes Zögern von mir an der Tür des Zimmers, atmen und hinein gehen. Er weiß, was er tut - ich vetraue auf ihn.
Dann seine leise und bestimmte Anordnung: "Beug dich vornüber, lehn Dich mit dem Oberkörper auf den Tisch. Tiefer"
Und dann der Plug zwischen meinen Lippen "leck ihn". Eine Hand, die mich reizt, meine Nässe spürt. Eine Hand, die mit dem Plug aus meinem Gesichtsfeld verschwindet, während ich mich immer noch vornüber beuge und dann das Gefühl, als er in mich gleitet.
Ungewohnt, neu, irritierend und erregend. Und mit diesem Gefühl, ziehe ich mich auf das Geheiß meines Herrn wieder an. Etwas irritiert, weil ich dachte, dass es hier ungestört noch etwas weiter geht. Doch wie immer hat mein Herr das bessere Gespür für die Situation und mich.
Sein leises "jetzt besitze ich dich auch dort und du spürst mich bei jedem Schritt" sickert in meinen Kopf. Und bei jedem Schritt die Treppe hinunter spüre ich ihn deutlich, den Plug und meinen Herrn. Als wir vor den Barhockern stehen, bin ich mir sicher, dass ich mich "so" nicht setzen kann. Auf gar keinen Fall
Das Lächeln meines Herrn zeigt, dass er meinen Gedanken liest: "Setz Dich hin" und ich versuche möglichst schwebend auf den Barhocker zu gelangen. Die ganze Zeit mit dem Bewusstsein, dass der Plug in mir ist. "Wenn es dir zu viel ist, kannst du ihn auch raus nehmen" Ich zögere, möchte die Erfahrung aber weiter erleben.
Noch während dieser Gedanken betritt ein anderes Paar die Bar. Auf Grund der Reaktionen der anderen Gäste würde ich meinen, dass sie dort bekannte Gesichter sind. Erst als der Mann seinen Mantel auszieht, kann man sehen, dass er einen Netzanzug und eine dazu gehörige Gesichtsbedeckung trägt. Die beiden setzen sich diagonal von uns an die Bar und sind miteinander dort genauso intensiv beisammen, wie wir hier drüben. Und es entsteht eine ganz besondere Stimmung dort drüben. Seine Partnerin, ist deutlich die Herrin der Situation. Ohne große Gesten. Es ist deutlich. Sie haben sofort dieses Machtgefälle, dass man spürt ohne daran teilzuhaben.
Plötzlich gibt sie ihm eine Ohrfeige und beide genießen deutlich die Erotik des Augenblicks. Aber nicht allein. Auch mich erregt die Situation, noch mehr als mein Herrn seine Hand bewusst um meinen Hals legt und meinen Mund zu ihm dreht. Mich lang und tief küsst, meinen Mund mit Zunge und Lippen erorbert. Leicht zudrückt. Ich wieder diese Gänsehaut bekomme und mich ihm hingebe. Weil er mein Herr ist.
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