Es kommt mir vor wie in der Zeit, als ich bewusst auf Zucker verzichtet habe. Erst da wurde mir bewusst, wie ich "den Stoff" gesucht habe und so geplant habe, dass ich ihn auch bekomme.
Nun ist Er weg. Kreuzfahrt mit Frau.
Die Erholung, die Eindrücke, Landschaften und die neue Luft wünsche ich ihm. Aber ich merke, wie mein Herz fällt. In eine Tiefe, deren Boden ich nicht erkennen kann. Und mit jedem Tag fällt es schwerer.
Ich merke aber auch, dass es sich so anfühlt, als ob ich wieder klarer sehen kann. Als ob seine fehlende Präsenz in meinem Leben auch gleichzeitig mein Hirn entnebelt. Als sei es auf Entzug.
Und ich begreife, dass ich nur die Zweitbesetzung bin. Nicht so angenehm der Gedanke. Daher denke ich mich schnell davon weg.
Denn der Gedanke an das was ich fühle, wenn seine Hand in meinem Nacken ist, seine Fingen an meinen Nippeln, seine Stimme in meinem Ohr ist zu verführerisch. Diese unglaubliche Ruhe in meinem Kopf, wenn ich nach der Züchtigung mit dem Kopf auf seinem Brustkorb zum Klang seines Herzens einschlafe. Wohl geborgen zu sein, auch in seinem *ich liebe dich*.
Drogen sind verführerisch
AntwortenLöschenWieso macht er dich nicht zur Erstbesetzung? Magst du das verraten?
(Ich erkenne mich in seiner Rolle gerade sehr wieder. Ich frage mich oft, ob ich das "mehrgleisig fahren" - eine Formulierung, die dem was wirklich ist bei weitem nicht gerecht wird - lieber lassen sollte. Niemand hat verdient, "nur" Zweitbesetzung zu sein, vor allem nicht Menschen, die uns so viel bedeuten. Aber dann bin ich doch zu süchtig und auch zu egoistisch, um H. freizugeben. Fürchterlich.)
Jedenfalls wünsche ich dir die Erstbesetzung. Sehr. Du hast sie verdient.
Weil er verheiratet ist und ich nicht "genug" bin, dass er alle Nachteile in Kauf nehmen würde , um etwas gravierend zu ändern. Dabei hat er schon mehr getan, als ich gewünscht habe, indem er seine sonstigen zeitlichen Verpflichtungen für mich geändert hat.
AntwortenLöschenIch habe aber nicht geäußert (und werde es auch nicht tun), dass er sich trennen soll.
Es ist seine Entscheidung und ich meine, wenn er das nicht aus dem Gefühl heraus tut, dass er sein Leben mit mir verbringen will, dann ist es nicht das Richtige. Ich will es nur, wenn er es so will.
Das führt mich zu dem Schluss, dass ich wohl mehr liebe. Was wiederum der Grund ist, dass ich mich nicht umdrehe und gehe.
Warum eigentlich "NUR" die Zweitbesetzung und warum sollte man unbedingt ein "Upgrade" anstreben ...
AntwortenLöschenDer typische Werdegang von der Zweit- zur Erstbesetzung Befoerderter ist doch der, dass in der neuen Besetzung der Alltag das ganze Besondere, Spannende, Inspirierende, das die seltenen Begegnungen ausmacht, verwaessert und fortschwemmt und man statt der aufgrund der Ausnahmesituation immer gutgelaunten, frisch rasierten, spannenden Person abends gemeinsam muede mit dem Alltags-Ich der Person auf dem Sofa abhaengt... waehrend fuer die dann vermisste Spannung, Spiel und Spass die Stelle der Zweitbesetzung nachbesetzt wird.
Auch wenn sich natuerlich jede Zweitbesetzung immer denkt "na mit mir wuerde das nicht passieren, das liefe gaaaaanz anders"...
Ich habe als Erstbesetzung, wenn die Zweitbesetzungen des Mannes (wir lebten das offen) immer gejammert haben, dass sie ja abends allein auf dem Sofa sitzen muessen, waehrend ich "ihn" taeglich habe, immer angeboten, dass die gern drei Abende die Woche tauschen koennen und vorbekommen zum putzen, kochen, einkaufen blabla und sich danach fix und fertig zu dem Griesgram aufs Sofa in sie alltagssexfreie Zone setzen koennen, und ich es mir dafuer auf deren Sofa gemuetlich mache und mal ausspannen kann :-D
Geht's dir gut?
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