Sonntag, 11. März 2018

Whimsy Massaker

An diesem Wochenende habe ich ein wenig bei den Vorhaben aufgeräumt, die ich bislang in großen Bögen umgangen hatte:

Dem Freund, dessen Hund ich hüten sollte, habe ich klar abgesagt. Dieses Mal wohl ausreichend ernst zu nehmend, denn er spricht jetzt nicht mehr mit mir.

Meine Planung für die nächsten Monate habe ich auch fertig. Dieses Frühjahr werde ich nur noch einen Tag am Wochenende für die Trainingsteilnehmer einplanen, d.h. einerseits, dass ich einigen Leuten werde absagen müssen und andererseits kann ich mal wieder mit meinen Hunden an Prüfungen teilnehmen.

Meinem Freund, der gerne wieder eine intensivere Beziehung hätte, habe ich nach einem fehl gegangenen Versuch dann doch sanft erklären können, dass dies für mich nicht in Frage kommt. Meine Bemühungen ihm nicht weh zu tun, haben in unserem ersten Gespräch nur dazu geführt, dass ich ihm ungewollt wohl doch Hoffnungen gemacht habe. Das hat mir dann jemand aus der Männerfraktion etwas unbehaglich vor Augen geführt - warum können Männer nicht einfach so logisch denken wie Frauen? 
Also haben wir uns noch einmal getroffen, das persönliche Treffen hatte er verdient, auch wenn es das Ganze nicht unbedingt einfacher gemacht hat.
Mein schlechtes Gewissen hat derzeit die Ausmaße eines Gebirgsmassivs. 

Außerdem habe ich einen Profi-Tipp umgesetzt und einem klettenähnlichen Teilnehmer die Grundlage für seine Terminbuchung entzogen, hoffe ich jedenfalls.

Noch jemand da draußen, der unbedingt in das Massaker geraten möchte?

9 Kommentare:

  1. Die Kraft der klaren Worte, die Luftigkeit im Inneren NACH dem großen Aufräumen überrascht uns immer wieder.

    Alles, was sich bald hinterher gut anfühlt, war auch richtig und notwendig. Auch (und gerade), wenn es kurzfristig weh tat.

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    1. Diesen Moment der Klarheit nach dem Gespräch im Kopf zu behalten ist manchmal schwer. Der Gedanke an den Schmerz, dem man jemand anderem zugefügt hat (auch wenn es für ihn besser zu sein scheint), kommt immer wieder hoch. Vor allem, wenn man das in dem Moment mitgefühlt hat.
      Ich wünsche mir sehr, dass es wirklich gut war, was ich da gemacht habe

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  2. ich habe übrigens auch klare worte ohne wenn und aber ausgesprochen. und ich glaube das ist gar nicht so schlecht angekommen. ;-)
    der mensch lernt ja bekanntlich niemals aus.

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    1. Ich bin mir immer noch nicht so sicher. Mein schlechtes Gewissen rumort noch. Abschließend hab ich noch nichts gehört, mal sehen, wie es sich entwickelt. Etwas wackelig alles.
      Wie war die Reaktion bei Dir auf Deine klaren Worte?

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    2. habe mich danach befreit gefühlt und kann mich wieder mehr auf die sache an sich einlassen...die kurzweilige panik ist ersteinmal wieder fort..

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    1. Hoffentlich, ich bin ja doch eher der Typ, der solchen Dingen aus dem Weg geht (wer hätte das gedacht) ;-)

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  4. Gratuliere!

    Ich bin im übrigen auch ein Fan von klaren Worten, auch wenn sie unbequem sind.
    Ich habe festgestellt, es gibt erstaunlich viele Leute, die zwar für den Moment sauer bis beleidigt reagieren, im Endeffekt damit gut leben können.

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    1. Danke für Deine Erfahrungen, ich hoffe ja, dass es bei mir auch so läuft. Da ich das dass erste Mal so durchgezogen habe, fühlt es sich ziemlich komisch an, jetzt auf die Reaktionen zu warten.

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