Da war sie nun, schwesterlich, fürsorglich und neugierig
Schon die Ankündigungen auf WhatsApp ließen ahnen, dass es ziemlich genaue Vorstellungen über den Besuch gab. Minutiöse Planungen und klare Anweisungen. Meine Schwester eben ;-)
Nach 8 Jahren habe ich sie problemlos wiedererkannt, als ich sie am Bahnhof abhole. Aber wir hatten ja auch Bilder getauscht, wie bei einem Date. Weißhaarig ist sie geworden, weit vor der Zeit, in der sich bei anderen Frauen das Haar ändert. Sieht damit sehr gut aus, der Kontrast zwischen jungem Gesicht und weißen Haaren ist interessant.
Und es ist ein klein wenig ungewohnt, dass jemand mit solch prüfendem Blick meine Wohnung betritt. Mich mustert
Und erst 3 Stunden später dass sagt, von dem ich vorher schon wusste, dass es mich nerven würde: "Du siehst gar nicht gut aus, immer noch so krank"
Meine defensive Versicherung, dass es mir gut geht und alles schon viel besser aussieht, wird von der Bekannten torpediert, die kurz mal vorbei gekommen ist.
Das habe ich ja so gar nicht gebrauchen können, dass die zwei sich verbünden.
Ich mag das nicht, also ziehe ich den Joker : "Die Hunde müssen raus" Und alle sind unterwegs, neue Gesprächsthemen
Als ich meine Schwester zwei Stunden später zum Bahnhof bringe, bin ich einerseits erleichtert und andererseits frage ich sie, wann sie das nächste Mal zu Besuch kommt.
so sind sie halt die geschwister
AntwortenLöschenUnd ich glaube, ich möchte sie auch gar nicht anders haben ;-)
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