Freitag, 7. September 2018

Schwesterherz

In zwei Wochen kommt meine Schwester zu Besuch.

Klingt nicht besonders aufregend, ist aber doch nicht alltäglich, wenn man bedenkt, dass wir uns vor 8 Jahren auf der Beerdigung meiner Mutter zum letzten Mal gesehen haben.
Wir haben Kontakt, auf die neumodische Art ;-) Also Telefon, Mails, Whatsapp und so

Der Abstand war mir lieb, sie ist, unschuldigerweise, die einzige Verbindung zu einer Zeit, der ich nicht hinterher trauere.

Nun war ich in den vergangenen Monaten etwas weniger gesund. Und sie hat sich Sorgen gemacht. So sehr, dass sie jetzt selber nachsehen möchte, wie es mir geht. Was mich rührt, berührt.
Und andererseits Vorfreude mit Ärger paart. Weil es mich an Dinge erinnern wird, die ich erfolgreich vergessen und verdrängt hatte. Aber vielleicht ist es Zeit da mal aufzuräumen.

Es lässt sich ohnehin nicht ändern, sie ist ziemlich bestimmt, was diesen Besuch angeht.

Und über meine Fähigkeit dazu "Nein" zu sagen, brauchen wir wohl nicht groß diskutieren...

3 Kommentare:

  1. Hm, schwierig.
    Vielleicht aber auch der einzige positive Punkt, aus einer Zeit, der Du nicht hinterhertrauerst?

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  2. Das ist ein guter Blickwinkel, wirklich. Darüber habe ich in den letzten Tagen nachgedacht und kann mich mehr freuen. Danke Dir!

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