Sonntag, 10. September 2017

Allein nicht einsam

Vor ein paar Monaten sprach mich eine Freundin auf eine relativ neue Charaktertypisierung an. Sie meinte, dass es mich ganz gut treffen würde und schickte mir ein paar Links (HSP, falls jemand googlen möchte)

Eines der Merkmale die dort beschrieben wurden, war das starke Bedürfnis nach Zeit, die man allein mit dem Partner oder auch ganz allein verbringen möchte.

Für mich war das ein Riesen-AHA-Erlebnis, ich hatte die ganze Zeit gedacht, ich wäre sozial etwas, nun ja *anders*. Ich bin gern mal unterwegs, gehe sumpfen, bleibe bis 04.00 Uhr oder später weg. Dann brauche ich jedoch am nächsten Tag ganz dringend Zeit für mich. Es ist auch kein Problem, wenn hier einmal zwei Wochen kein Besuch auftaucht. Ich komme mit mir selber ganz gut klar und ich habe spätestens an den Wochenenden immer genug Menschen um mich herum.

Ich wohne sehr ländlich und recht weit ab vom nächsten Dorf, so habe ich mir das ausgesucht und genieße es, hier in Ruhe gelassen zu werden.

Als mir nun klar wurde, dass dieses Bedürfnis nach Qualitätszeit für mich völlig normal und nicht verkehrt ist, war ich erst einmal riesig erleichtert. Und dann konnte ich diese Zeiten auch noch mehr genießen, einfach draußen im Feld sitzen und die Aussicht genießen. Ganz ruhig und still glücklich.

Kommentare:

  1. Danke für den Google-Tipp, ich hatte mal einen Test zum gleichen Thema gemacht, der in einem Buch abgedruckt war - mit ziemlich identischem Ergebnis.

    Schwierig wird es immer dann, wenn es zu den "guten Ratschlägen" kommt im Anschluss an die Auswertungen - man kann wirklich nur einzig richtig anraten, es so zu machen, wie Du es getan hast:
    Mit dezentraler Wohnortwahl und entsprechend Umgebungsruhe, um "auszuatmen".

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  2. Gern geschehen, mit dem Tipp. Wobei ich mir immer unsicher bin, ob es die Menschen rundum interessiert, daher in Klammern.
    Ich *kenne* Sie jetzt nur aus Ihrem Blog und daher war ich erst einmal überrascht, dass Sie in dem Test (den habe ich damals als erstes gemacht) so viele Übereinstimmungen hatten. Und dann habe ich gemerkt, dass ich bei besserem Nachdenken es auch früher hätte bemerken können. Sie können ganz schön ablenken wenn Sie möchten, oder?
    Mein zweiter Gedanke war dann: Das macht es in ihrer jetzigen Situation auch nicht gerade leichter, was ich mir sehr belastend vorstelle

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  3. kenne ich auch, in verbindung mit SPS.
    was halt sehr schwierig ist, dass man selbst das gar nicht so wahrnimmt, sondern vielmehr das umfeld der meinung ist, dass man nicht "normal" ist.

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