Montag, 4. September 2017

Ritter und Gentlemen

Seit einiger Zeit versuche ich herauszufinden, warum mich manche Männer faszinieren und andere nicht. Es sind wenige und um es vorab zu klären, es ist nicht die Optik, die da den Unterschied macht. (Wenn ich so oberflächlich wäre, würde ich es hier vermutlich auch nicht so offensichtlich zugeben ^)

Ich glaube, es sind Männer, die mir in einigen Lebensbereichen überlegen sind. Sei es emotionale Intelligenz - die ich extrem anziehend finde, kulturelle oder wissenschaftliche Bildung oder Macht.

Männer, die über eine gewisse Macht verfügen, halte ich für gefährlich. Ob es nun politische oder wirtschaftliche Macht ist, sie können damit das Leben anderer Menschen zum Guten oder Schlechten wenden.

Nicht immer ist Macht so deutlich sichtbar, für mich gehört dazu auch die Kraft der Überzeugung oder Suggestion. Influencer wie es heute neudeutsch heißt. Die mit ihrer Begeisterungsfähigkeit, ihrer sprachlichen Gewandheit andere Menschen in eine bestimmte Richtung bewegen können.

Und das erinnert mich an Charaktere, die in früheren Zeiten viel Macht inne hatten. Ritter oder später Gentlemen, die auf Grund von Geburt oder Erziehung mit ihrer Macht andere schützen konnten oder vernichten.

Das ist der Umstand, der mich an einem Mann fasziniert: Die persönliche Ethik oder Moral, die das Pendel in die eine oder andere Richtung bewegt. Das erfordert meines Erachtens einen intelligenten, sanftmütigen und überlegenen Charakter, der sich seiner Macht und deren Folgen bewusst ist. Verfügt ein Mann mit einem anderen Charakter über eine solche Macht, kann daraus für seine Mitmenschen die Hölle werden.

Hinzu kommt, dass es mir selber Sicherheit gibt, wenn ein solcher Mann "hinter mir steht" und ich mich allein durch seine Ausstrahlung in Sicherheit weiß. Vielleicht ist es eine kindische Vorstellung, wenn man sich so einen Ritter vorstellt, der für seine Gefährtin einsteht, aber auch seine Rechte durchzusetzen weiß.


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