Dienstag, 12. September 2017

Was macht man mit 80 Millionen

Keine Ahnung, wie ich gerade auf 80 Millionen komme. Das ist einfach eine utopische Summe, es könnten genauso gut 120 Mio. oder 3 Mio. sein.
Es ist einfach ein Spiel, dass ich manchmal vor dem Einschlafen spiele.

Was würde ich machen, wenn ich im Lotto 80 Mio. gewinnen würde? (Also Euro, nicht Gummibärchen. Bei denen wäre jetzt schon klar, was mit ihnen passieren würde. Sie hätten einen schönen, aber auch sehr schnellen Tod.)

1. Irgendwie fällt mir jedes Mal als erstes ein Haus ein. Ich würde eines an einem See oder an der Nordsee kaufen. Ein kleines Weißes, ebenerdiges mit großen Fenstern und grünen Hecken. Ein Garten wäre auch dabei (mit Gärtner!), darin ein Schwimmteich und viele viele alte englische Rosen. Hortensien und Pfingstrosen, Lavendel und ganz wichtig eine Laube, hinten in einem versteckten Winkel. Mit diesem wunderbar duftenden Waldgeißblatt. Darin ein Daybed und ein großes rundes Bett, dass als Freischwinger, wie eine Schaukel, gebaut wurde. Dazu Sonnenschein und ein angenehmer leichter Wind.

2. Im Haus wäre alles so eingerichtet, dass es zu meinen Hobbies passt und so gemütlich ist, wie man sich in Klischees englische kleine Cottages, ostfriesische Reethäuser oder nordische Winterhäuser vorstellt.

3.  Dann würde ich die Möglichkeit nutzen, den Menschen die ich kenne, die finanziellen Sorgen zu nehmen.
Die Frau, die von ihrem Noch-Ehemann mit dem ausbleibenden Unterhalt erpresst wird, Scheidungsvereinbarungen zu unterschreiben, die zu ihrem Nachteil sind.
Meiner Freundin, die gerade ihren Job gekündigt hat, weil sie mit ihrem ausgeprägtem Perfektionismus und Verantwortungsbewusstsein dort kurz davor war, sich selber in die Luft zu sprengen.
Einem ganz lieben Freund, der unnötig ein schlechtes Gewissen hat, weil seine besser verdienende Frau mehr zum Lebensunterhalt beiträgt und der deshalb Gefahr läuft, seine Unsicherheit stärker als seine Liebe werden zu lassen
Einer Frau, die in ihrem Beruf sehr erfolgreich ist und daraus die Verantwortung ableitet anderen zu helfen. Und mehrere Projekte ins Leben gerufen hat, die sie neben ihrem normalen Leben beinah als Vollzeitjob managt und die eigene Gesundheit dabei komplett vergisst.
Diese Liste kann nie vollständig sein

4. Es gab in einer norddeutschen Stadt (Braunschweig?) jemanden, der Vereine, Einzelpersonen oder Firmen anonym Geld in einem Umschlag geschickt, weil er deren gemeinnützigen Aktionen so gut fand und diese unterstützen wollte. Das wäre auch ganz eindeutig etwas, dass ich dann gern kopieren würde

Mal schauen, was mir diese Nacht noch so einfällt.

Ich spiele übrigens gar kein Lotto

Kommentare:

  1. Die Idee, Geld in den Umschlag zu stecken und es anonym zu verschenken, finde ich ganz wunderbar. Und auch wenn es blöd klingt: Ich wünschte gerade, ich hätte von Anfang an meinen Fokus aufs Geldverdienen gelegt, weil man damit so viel Gutes tun und anderen einfach eine Freude machen kann. Jetzt kann ich allerdings nur noch hoffen, dass mir mein "altes Ich" später nicht das Fell über die Ohren ziehen wird. Aus Gründen. :/

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  2. Die Vorstellung, wie die Menschen darauf reagieren, wenn den Umschlag finden, finde ich daran so faszinierend. Dass man helfen könnte, dass Wünsche und Bedürfnisse erfüllt werden. Auf der anderen Seite ist es doch wirklich so, dass man Menschen noch besser helfen kann, wenn man ein Stück von seiner Zeit und seiner Empathie gibt. Die wirken länger. Und wenn ich meinen Fokus derart auf das Geld gelegt hätte, weiß ich, dass ich unglücklicher wäre.

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  3. Stimmt auch wieder. Ich setzte allerdings gedanklich bei denen an, die schon die ausgefallene Waschmaschine in die Krise stürzt, weil kein Geld für eine neue vorhanden ist und bei denen es, wenn überhaupt, max. für die Grundbedürfnisse reicht. Doch, da hilft Geld. Sehr sogar. Gebe aber zu, dass es noch schöner wäre, allen das Gefühl vermitteln zu können, das sie wertgeschätzt werden. ;)

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