Mittwoch, 28. Februar 2018

Good Hair Day

Dieses Mal mache ich es mir nicht selber, sondern lass den Fachmann ran.

(Jetzt sollte ich einen Spannungsbogen aufgebaut haben, der in den nächsten zwei hundertstel Sekunden auch schon wieder laut krachend zusammen brechen wird)

Unspektakulär: Es geht um meine Haare.

Die wuchern hier so still vor sich hin und wenn sie über taillenlang geworden sind (und damit für mich zur Selbstgefährdung führen) werden sie gekürzt. Mache ich selber, weil die unbedingt jetzt "ab" müssen, wenn ich mir das mal in den Kopf gesetzt habe. Also sofort. In den nächsten 30 Sekunden, sonst implodiert irgendetwas. Keine Ahnung was, aber irgendetwas Schlimmes wird sonst passieren.

Dann stehe ich also mit der Haarschere (Profiausrüstung!) vor dem Spiegel, sehe mir dort ernst in die Augen und nehme mir das Versprechen ab, dieses Mal wirklich nichts auszubessern, sollte eine kleine Ecke drin sein.

Klappt nie

Aber die Absicht ist gut. Die allerbeste sozusagen

In der Realität sieht das dann meist so aus, dass ich die Länge um 10 cm kürze, alles ansehe und merke, dass ganz links doch eine Strähne etwas länger geblieben ist, so etwa 1 mm. Geht gar nicht! 
Also nachschneiden. Und - wer hätte es gedacht - danach ist der Rest der Haare zu lang, weil die eine Strähne nun 2 mm zu kurz ist. 10 Minuten später sind noch einmal 5 cm der Schere zum Opfer gefallen und ich habe mindestens 10 mal "oh oh" gesagt. Also nicht das begeisterte "oho!" sondern eher das "oje-was-habe-ich-da-angerichtet".

Um diesen Desaster aus dem Weg zu gehen, vertraue ich mich in den nächsten Tagen der Fachwerkstatt an. Und werde einen endlosen Kampf um unnötige Kuren, Spezialshampoos und der Bitte um Modellfrisuren führen. 


5 Kommentare:

  1. Sehr guter erster Satz.
    Das Haarschneideritual mit "oh oh" hätte ich gern mal gesehen.

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    1. Das "oh oh" wiederholt sich garantiert. Ich bin mir ganz sicher und sollte ich es mal filmen, bekommen Sie eine Kopie.

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    2. Dann hoffe ich, dass es so sein wird.

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  2. Friseure betrachte ich aus verschiedenen Gründen als notwendiges Übel. Aber ich habe jetzt endlich eine passende Friseurin gefunden. Zielvorgabe der Frisur: Nach dem morgendlichen Duschen und Haare waschen einmal mit dem Handtuch trocken rubbeln, kämmen und nochmal mit den Fingern auflockern. Dann hat das fertig zu sein. Funktioniert.

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    1. Es ist wirklich ein wenig wie die Suche nach dem richtigen Zahnarzt. Wenn man nicht aufpasst, tut es ganz schön weh.
      Und um die Frisur beneide ich Sie, hier ist es so, dass ich etwa 10 Sekunden nach dem Frisieren wieder so aussehe, als hätten meine Haare noch nie ein Bürste gesehen. Zuviel Locken

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