Diesen Text habe ich schon länger in den Entwürfen stehen.
Weil das Thema immer wieder auftaucht. Weil ich da ein ungewolltes Talent habe. Und nach den Reaktionen zu schätzen, ein ziemlich großes Talent.
Aus Gründen bin ich sehr vorsichtig, wenn mir jemand zu nahe kommt. Das betrifft nicht nur körperliche Nähe, sondern wahrscheinlich noch mehr wenn es um emotionale Nähe geht. Ich meine jetzt nicht die große romantische Liebe, es reicht da schon, wenn ich meine, dass dieser Mensch freundlich zu mir ist. Das löst bei mir die Alarmglocken aus, lässt mich innerlich furchtsam werden Denn wie wahrscheinlich ist es, dass ich das verdient habe?
Und kennen Sie diese Mechanismen, die dazu führen, dass ein befürchtetes Ergebnis auch ganz sicher eintritt? Wenn man selber dafür sorgt, dass sich andere Menschen abwenden und man denkt: "Siehste, wusste ich es doch, das warst Du nicht wert. Recht gehabt." Nur dass es keinen Spaß macht, da mal wieder Recht zu haben.
Tja, und das kann ich. Also Menschen dazu bringen, dass sie nicht freundlich sind, dass sie wieder gehen. Weil ich dann punktgenau die Stelle treffe, die zu schnellem Rückzug führt. Ab und zu habe ich dann so ein Talent mit Worten. Da kann ich schubsen und schubse die Menschen weg. Weil ich Angst habe. Denn was passiert, wenn ich jemand näher lasse und mir es dann weh tut?
Und das Beste ist, das funktioniert inzwischen schon automatisch, da muss ich mich gar nicht mehr anstrengen. Anstrengend ist es dann aber, den Menschen in die Augen zu sehen, weil ich mich schäme. Weil ich niemand weh tuen wollte, mag ich ja selber auch nicht. Hilft aber nix mehr. Und dann geh ich
Ich weiß aber auch, dass mir da etwas fehlt, dass es eine Sehnsucht gibt, Nähe zulassen zu können. Sie kennen nicht zufällig jemand, der da Volkshochschulkurse für Anfänger gibt?
Mittwoch, 29. November 2017
Dienstag, 28. November 2017
Die, die auf den Herd starrt
Machen Sie sich keine Sorgen, hier werden jetzt keine aufregenden Rezeptideen geteilt. Hier definitiv nicht. Ich bin immer froh, wenn Menschen die mir lieb und teuer sind, meine Essenseinladungen heil an Geist und Körper überstehen.
Es geht um einen Tick, den ich selber lästig fand, aber schwer los wurde. Über Jahre hinweg konnte der geneigte Zuschauer mich jeden Abend vor meinem Herd beobachten. Mit dem Gesicht knapp 2 cm vor dem Herd, habe ich die Herdknöpfe angestarrt. Habe mich vergewissert, dass der Herd wirklich ausgeschaltet ist, dass alle Knöpfe auf Nullstellung stehen, dass die kleinen Erhebungen an den Drehschaltern wirklich alle oben stehen. Teilweise auch noch auf die Herdplatten gefasst, um ganz sicher zu sein, dass die wirklich kalt sind. Und war dabei, trotz der vorherigen Knopfkontrolle, immer darauf gefasst, dass sie doch heiß sein könnten.
Hört sich im ersten Moment vielleicht nur etwas skurril und dann lustig an, ist aber auf Dauer anstrengend. An diesem Herd einfach vorbei ins Schlafzimmer zu gehen und schlafen zu gehen, war mir schlicht nicht möglich. Ich musste vorher noch einmal nachsehen und alles quasi hypnotisieren. Ganz blöd lief es, wenn ich mir nach 5 Minuten im Bett noch einmal die Frage stellte, ob ich auch ganz sicher war, dass ich nachgesehen hatte. Blöde Frage, denn schließlich hatte ich kurz vorher 3 Minuten meditierend vor dem Herd verbracht. Half leider nichts sich von der Unsinnigkeit überzeugen zu wollen, ich bekam keine Ruhe, wenn ich nicht noch einmal nachsah, ob auch wirklich ... na, Sie wissen schon.
Der Moment, dass ich wusste, dass ich ernsthaft daran arbeiten muss, war gekommen, als sich diese Angst vor einem Brand, ausgelöst durch den Herd, ausweitete auf Elektrogeräte. Als ich mich selber dabei ertappte, dass ich anfing Stecker aus den Steckdosen zu nehmen und noch einmal hoch zu nehmen, um sicher zu sein, dass sie wirklich ausgesteckt sind, habe ich mich hingesetzt und überlegt.
Auf keinen Fall wollte ich mich immer mehr da rein reiten.
Und ich merkte, dass ich das nur machte, weil ich etwas potentiell Gefährliches kontrollieren wollte. Dabei ging es gar nicht um den Herd, sondern um die Dinge, die ich nie unter Kontrolle haben werde, die mir Angst machen. Leben lässt sich nicht komplett vorhersehen oder kontrollieren. Aber ich wollte gewappnet sein, bereit auf alles zu reagieren, wollte Pläne vorbereiten, mich nicht kalt erwischen lassen.
Und das klappt nicht, hat es bei mir noch nie.
Und dann wurde mir klar, dass ich es bislang immer noch irgendwie geschafft habe, mit *dem Schicksal* fertig zu werden. Dass ich das bis hierher geschafft hatte, war eine Überraschung. Und gab mir plötzlich die Ruhe, mit der abendlichen Kontrolle aufzuhören. Einfach so.
Weil ich andere Sache auch schon geschafft und überlebt habe.
Es geht um einen Tick, den ich selber lästig fand, aber schwer los wurde. Über Jahre hinweg konnte der geneigte Zuschauer mich jeden Abend vor meinem Herd beobachten. Mit dem Gesicht knapp 2 cm vor dem Herd, habe ich die Herdknöpfe angestarrt. Habe mich vergewissert, dass der Herd wirklich ausgeschaltet ist, dass alle Knöpfe auf Nullstellung stehen, dass die kleinen Erhebungen an den Drehschaltern wirklich alle oben stehen. Teilweise auch noch auf die Herdplatten gefasst, um ganz sicher zu sein, dass die wirklich kalt sind. Und war dabei, trotz der vorherigen Knopfkontrolle, immer darauf gefasst, dass sie doch heiß sein könnten.
Hört sich im ersten Moment vielleicht nur etwas skurril und dann lustig an, ist aber auf Dauer anstrengend. An diesem Herd einfach vorbei ins Schlafzimmer zu gehen und schlafen zu gehen, war mir schlicht nicht möglich. Ich musste vorher noch einmal nachsehen und alles quasi hypnotisieren. Ganz blöd lief es, wenn ich mir nach 5 Minuten im Bett noch einmal die Frage stellte, ob ich auch ganz sicher war, dass ich nachgesehen hatte. Blöde Frage, denn schließlich hatte ich kurz vorher 3 Minuten meditierend vor dem Herd verbracht. Half leider nichts sich von der Unsinnigkeit überzeugen zu wollen, ich bekam keine Ruhe, wenn ich nicht noch einmal nachsah, ob auch wirklich ... na, Sie wissen schon.
Der Moment, dass ich wusste, dass ich ernsthaft daran arbeiten muss, war gekommen, als sich diese Angst vor einem Brand, ausgelöst durch den Herd, ausweitete auf Elektrogeräte. Als ich mich selber dabei ertappte, dass ich anfing Stecker aus den Steckdosen zu nehmen und noch einmal hoch zu nehmen, um sicher zu sein, dass sie wirklich ausgesteckt sind, habe ich mich hingesetzt und überlegt.
Auf keinen Fall wollte ich mich immer mehr da rein reiten.
Und ich merkte, dass ich das nur machte, weil ich etwas potentiell Gefährliches kontrollieren wollte. Dabei ging es gar nicht um den Herd, sondern um die Dinge, die ich nie unter Kontrolle haben werde, die mir Angst machen. Leben lässt sich nicht komplett vorhersehen oder kontrollieren. Aber ich wollte gewappnet sein, bereit auf alles zu reagieren, wollte Pläne vorbereiten, mich nicht kalt erwischen lassen.
Und das klappt nicht, hat es bei mir noch nie.
Und dann wurde mir klar, dass ich es bislang immer noch irgendwie geschafft habe, mit *dem Schicksal* fertig zu werden. Dass ich das bis hierher geschafft hatte, war eine Überraschung. Und gab mir plötzlich die Ruhe, mit der abendlichen Kontrolle aufzuhören. Einfach so.
Weil ich andere Sache auch schon geschafft und überlebt habe.
Montag, 27. November 2017
Kleines Dilemma
Weil mich der heutige Tag gerade daran erinnert:
Wie andere unvorsichtige Menschen auch, bin ich Mitglied in einem Verein. Und da ich ja nie die Klappe halten kann, geschweige denn Nein sagen, habe ich im Lauf der Zeit auch das ein oder andere Ehrenamt übernommen.
Vor ein paar Jahren hatten wir den Vorsitz einer Regionalgruppe übernommen, *wir*, das waren meine beste Freundin als V1, ihr Schwiegervater als Finanzminister und noch eine Freundin als Protokollführerin.
Es lief toll, die Zwistigkeiten, die sonst in einem Vorstand vorkommen, waren uns fremd. Wir haben fast jedes Wochenende bei dem Schwiegervater im Wochenendhaus verbracht, hatten irre viel Spaß, fühlten uns einfach zusammen gehörig. Konnten viel organisieren und den Mitgliedern helfen.
Und dann kam das *aber*.
Aber, es kam immer öfter vor, dass uns ehrenamtliche Helfer auf die Begleichung von Rechnungen ansprachen. Das ungewöhnlich lange Zeitspannen zwischen der Zusage von Überweisungen und dem Eintreffen auf den Konten verstrichen.
Nun ja, der Schwiegervater hatte gerade sehr viel mit dem Hausumbau zu tun, Krankheiten und der Postweg. Alles plausibel. Und dennoch
Als es schließlich richtig krachte, kam noch das Ehe-Aus zwischen meiner besten Freundin und ihrem Ehemann dazu. Er hatte seine Firma in den Konkurs gebracht, wollte aber nicht erzählen, wo das Geld geblieben war. Sie hat in diesen Wochen mit ihren Kindern bei mir gewohnt und wir waren froh, dass wir reden konnten. Eine Lösung finden, einen Ausweg, dass sie als Miteigentümerin irgendwie noch Geld für den Lebensunterhalt zusammen bekam.
Und dann der Tag, an dem ihr Schwiegervater zugab, dass er das gesamte Vereinskonto leer geräumt hätte. Und dem restlichen Vorstand dabei direkt einen Vertrag vorlegte, in dem wir hätten unterschreiben sollen, dass wir ihm das Geld geliehen hätten. Er wollte zurück zahlen, wann und wie, wusste er noch nicht. Dabei keine Entschuldigung oder das Gefühl, dass er das als Unrecht angesehen hätte. Nur sein Ärger, dass er doch noch zugeben musste, dass das Geld weg war.
Kein Gedanke an seine Schwiegertochter, die als V1 dafür haftbar gemacht werden konnte.
Ihre Unfähigkeit zu entscheiden, wenn sie jetzt reinreiten sollte, sich selbst oder den Opa ihrer Kinder. Und meine Entscheidung, dass wir jetzt diesen Vertrag nicht unterschreiben, sondern ihn zwingen, sich selber beim Bundesvorsitzenden zu melden und die Unterschlagung zu melden. Damit er nicht angezeigt wird. Damit seine Schwiegertochter nicht in den Verdacht gerät beteiligt gewesen zu sein, weil sie selber in Geldnot steckte. Oder ihn sogar angestiftet hätte.
Wie sich später herausstellte, hatte der Schwiegervater das Geld für seinen Sohn entwendet. Weil der spielsüchtig war und so auch schon seine Firma an die Wand gefahren hatte. Das alles hat eine Ehe, eine Enkel-Opa Beziehung und auch unsere Freundschaft gekostet.
Und heute füllen andere diese Stellen aus, Menschen mit denen ich befreundet bin, von denen ich weiß, dass sie privat ganz schön zu knabbern haben. Und die Vereinsarbeit auch als Ablenkung brauchen.
Und höre heute, dass Rechnungen seit März noch nicht beglichen sind.
Und es wird mir mulmig und ich will dieses Mal nicht mit hinein gezogen werden.
Wie andere unvorsichtige Menschen auch, bin ich Mitglied in einem Verein. Und da ich ja nie die Klappe halten kann, geschweige denn Nein sagen, habe ich im Lauf der Zeit auch das ein oder andere Ehrenamt übernommen.
Vor ein paar Jahren hatten wir den Vorsitz einer Regionalgruppe übernommen, *wir*, das waren meine beste Freundin als V1, ihr Schwiegervater als Finanzminister und noch eine Freundin als Protokollführerin.
Es lief toll, die Zwistigkeiten, die sonst in einem Vorstand vorkommen, waren uns fremd. Wir haben fast jedes Wochenende bei dem Schwiegervater im Wochenendhaus verbracht, hatten irre viel Spaß, fühlten uns einfach zusammen gehörig. Konnten viel organisieren und den Mitgliedern helfen.
Und dann kam das *aber*.
Aber, es kam immer öfter vor, dass uns ehrenamtliche Helfer auf die Begleichung von Rechnungen ansprachen. Das ungewöhnlich lange Zeitspannen zwischen der Zusage von Überweisungen und dem Eintreffen auf den Konten verstrichen.
Nun ja, der Schwiegervater hatte gerade sehr viel mit dem Hausumbau zu tun, Krankheiten und der Postweg. Alles plausibel. Und dennoch
Als es schließlich richtig krachte, kam noch das Ehe-Aus zwischen meiner besten Freundin und ihrem Ehemann dazu. Er hatte seine Firma in den Konkurs gebracht, wollte aber nicht erzählen, wo das Geld geblieben war. Sie hat in diesen Wochen mit ihren Kindern bei mir gewohnt und wir waren froh, dass wir reden konnten. Eine Lösung finden, einen Ausweg, dass sie als Miteigentümerin irgendwie noch Geld für den Lebensunterhalt zusammen bekam.
Und dann der Tag, an dem ihr Schwiegervater zugab, dass er das gesamte Vereinskonto leer geräumt hätte. Und dem restlichen Vorstand dabei direkt einen Vertrag vorlegte, in dem wir hätten unterschreiben sollen, dass wir ihm das Geld geliehen hätten. Er wollte zurück zahlen, wann und wie, wusste er noch nicht. Dabei keine Entschuldigung oder das Gefühl, dass er das als Unrecht angesehen hätte. Nur sein Ärger, dass er doch noch zugeben musste, dass das Geld weg war.
Kein Gedanke an seine Schwiegertochter, die als V1 dafür haftbar gemacht werden konnte.
Ihre Unfähigkeit zu entscheiden, wenn sie jetzt reinreiten sollte, sich selbst oder den Opa ihrer Kinder. Und meine Entscheidung, dass wir jetzt diesen Vertrag nicht unterschreiben, sondern ihn zwingen, sich selber beim Bundesvorsitzenden zu melden und die Unterschlagung zu melden. Damit er nicht angezeigt wird. Damit seine Schwiegertochter nicht in den Verdacht gerät beteiligt gewesen zu sein, weil sie selber in Geldnot steckte. Oder ihn sogar angestiftet hätte.
Wie sich später herausstellte, hatte der Schwiegervater das Geld für seinen Sohn entwendet. Weil der spielsüchtig war und so auch schon seine Firma an die Wand gefahren hatte. Das alles hat eine Ehe, eine Enkel-Opa Beziehung und auch unsere Freundschaft gekostet.
Und heute füllen andere diese Stellen aus, Menschen mit denen ich befreundet bin, von denen ich weiß, dass sie privat ganz schön zu knabbern haben. Und die Vereinsarbeit auch als Ablenkung brauchen.
Und höre heute, dass Rechnungen seit März noch nicht beglichen sind.
Und es wird mir mulmig und ich will dieses Mal nicht mit hinein gezogen werden.
Sonntag, 26. November 2017
Weihnachtsplanung
Wenn es nach den Supermärkten ginge, habe ich mit meiner Weihnachtsplanung schon verloren. Also terminlich gesehen. Ich bin Wochen, wenn nicht Monate, hinter dem prognostizierten Lebkuchen- und Weihnachtsmannverzehr zurück. Werde ich wohl auch nicht mehr einholen und gehe dem entsprechend mit schlechtem Gewissen durch die hiesigen Süßigkeitenregale in den Supermärkten.
Noch schlimmer sieht es mit Weihnachtsgeschenken aus. Nix habe ich bislang überlegt, geschweige denn gekauft. Und blöderweise häuft es sich bei mir ohnehin mit den Geschenken zu dieser Jahreszeit. Die Eltern von Freunden und Verwandten müssen vor ein paar Jahrzehnten alle zwischen Januar und Februar extrem viel Langeweile gehabt haben. Anders kann ich mir die vielen Geburtstage zwischen November und Januar nicht erklären.
Also brauche ich doppelt so viele Geschenkideen. Und ich weigere mich kategorisch etwas aus dem Bereich Amazon Gutscheine oder Krawatten zu verschenken. Dann könnte ich auch gleich Kontonummern austauschen. Bislang hatte ich immer noch Glück mit den Ideen, hoffentlich klappt das auch dieses Jahr. Denn bis zum 01.12. muss ich auch ein Hochzeitsgeschenk ersinnen, dass zu einem Paar passt, dass jeweils den dritten Partner ehelicht.
Soll man sich da direkt etwas aussuchen, dass sich später gut teilen lässt? ^
Wesentlich unkomplizierter läuft bei mir Terminplanung für die Weihnachtstage. Ich kann herrlich egoistisch sein und die Zeit allein verbringen. Also nicht einsam, falls dies der Gedanke dazu ist.
Hängt sicherlich damit zusammen, dass jedes Weihnachten, dass ich mit Familie verbracht habe, zu den schlimmsten Tagen gehört, die ich mir denken kann. Es gab immer Streit.
Nicht nur kurze Gewitter, sondern den Typ von Streit, bei dem die unbeteiligten Personen unangenehm berührt am Tisch sitzen und sich sehnlichst wünschen meilenweit weg zu sein. Gerne auch noch ein paar Meilen weiter. Also viel weiter.
Aber wenn man Weihnachten zu Besuch ist, geht das nicht so einfach. Da ist man im Zweifelsfall direkt ein paar Tage an die Menschen und deren unamüsante Laune gefesselt. Außer man lässt im Zweifelsfall zum dritten Mal den zu Hause zurück gelassenen Hamster sterbenskrank werden. Ist aber irgendwann auch zu auffällig.
Wenn ich nur für mich plane, kann ich spontane Verabredungen treffen (das Glühweintreffen letztes Jahr war denkwürdig, auch hinsichtlich der Kopfschmerzen am nächsten Tag) oder auch nicht. Keiner zwingt mich, mit den Kindern meiner Nichte die neue Barbie-Eisprinzessin-Folge anzusehen und wenn, dann würde ich das sowieso lieber allein machen. Damit keiner mit bekommt, dass ich mitsinge, bzw. wie ich mitsinge ;-)
Wenn Weihnachten für mich schön sein soll, habe ich gemerkt, dass das mit weniger Menschen für mich besser klappt.
Noch schlimmer sieht es mit Weihnachtsgeschenken aus. Nix habe ich bislang überlegt, geschweige denn gekauft. Und blöderweise häuft es sich bei mir ohnehin mit den Geschenken zu dieser Jahreszeit. Die Eltern von Freunden und Verwandten müssen vor ein paar Jahrzehnten alle zwischen Januar und Februar extrem viel Langeweile gehabt haben. Anders kann ich mir die vielen Geburtstage zwischen November und Januar nicht erklären.
Also brauche ich doppelt so viele Geschenkideen. Und ich weigere mich kategorisch etwas aus dem Bereich Amazon Gutscheine oder Krawatten zu verschenken. Dann könnte ich auch gleich Kontonummern austauschen. Bislang hatte ich immer noch Glück mit den Ideen, hoffentlich klappt das auch dieses Jahr. Denn bis zum 01.12. muss ich auch ein Hochzeitsgeschenk ersinnen, dass zu einem Paar passt, dass jeweils den dritten Partner ehelicht.
Soll man sich da direkt etwas aussuchen, dass sich später gut teilen lässt? ^
Wesentlich unkomplizierter läuft bei mir Terminplanung für die Weihnachtstage. Ich kann herrlich egoistisch sein und die Zeit allein verbringen. Also nicht einsam, falls dies der Gedanke dazu ist.
Hängt sicherlich damit zusammen, dass jedes Weihnachten, dass ich mit Familie verbracht habe, zu den schlimmsten Tagen gehört, die ich mir denken kann. Es gab immer Streit.
Nicht nur kurze Gewitter, sondern den Typ von Streit, bei dem die unbeteiligten Personen unangenehm berührt am Tisch sitzen und sich sehnlichst wünschen meilenweit weg zu sein. Gerne auch noch ein paar Meilen weiter. Also viel weiter.
Aber wenn man Weihnachten zu Besuch ist, geht das nicht so einfach. Da ist man im Zweifelsfall direkt ein paar Tage an die Menschen und deren unamüsante Laune gefesselt. Außer man lässt im Zweifelsfall zum dritten Mal den zu Hause zurück gelassenen Hamster sterbenskrank werden. Ist aber irgendwann auch zu auffällig.
Wenn ich nur für mich plane, kann ich spontane Verabredungen treffen (das Glühweintreffen letztes Jahr war denkwürdig, auch hinsichtlich der Kopfschmerzen am nächsten Tag) oder auch nicht. Keiner zwingt mich, mit den Kindern meiner Nichte die neue Barbie-Eisprinzessin-Folge anzusehen und wenn, dann würde ich das sowieso lieber allein machen. Damit keiner mit bekommt, dass ich mitsinge, bzw. wie ich mitsinge ;-)
Wenn Weihnachten für mich schön sein soll, habe ich gemerkt, dass das mit weniger Menschen für mich besser klappt.
Samstag, 25. November 2017
Novemberfoto
Und wie es sich an einem schönen nebligen Novembersamtag gehört, waren wir natürlich ziemlich früh unterwegs. Damit wir auch wirklich den ganzen Nebel mitbekommen. Dazu passt dann auch, dass wir nach dem Training patschenass aber zufrieden waren
Tolle Landschaft oder?
Tolle Landschaft oder?
Freitag, 24. November 2017
Selbst*dingsda*gefühl
Man mag es kaum glauben, aber ich bin nicht unbedingt mit einer großen Portion Selbstbewusstsein in dieses Leben geschubst worden. Und im Laufe der Jahre hat sich da auch nicht viel dran geändert.
Ein Tag wie gestern, mit zwei Nachrichten die mich unangenehm berühren, führt zu einem Selbstgespräch, in dem es schließlich lautet: "Bitte gehen Sie direkt zum Nullpunkt der Selbstbewusstseinsskala, gehen Sie nicht über *naja, das kann ich vielleicht nicht, aber dafür putze ich ganz nett Fenster - also manchmal" und auch nicht über *irgendwo mag dich jemand* sondern fangen Sie direkt wieder ganz unten an"
Zumindest scheine ich mich in meinen Selbstgesprächen noch zu Siezen.
Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum ich soschlecht nie jemand einen Gefallen abschlagen kann. Dann wäre ich ja noch mieser, so kriege ich wenigstens einen Punkt für *nicht völlig unsozial*.
Ich hätte gern ein wenig mehr Selbstbewusstsein, vielleicht hätte ich dann auch ein etwas größeres Selbstwertgefühl
Ein Tag wie gestern, mit zwei Nachrichten die mich unangenehm berühren, führt zu einem Selbstgespräch, in dem es schließlich lautet: "Bitte gehen Sie direkt zum Nullpunkt der Selbstbewusstseinsskala, gehen Sie nicht über *naja, das kann ich vielleicht nicht, aber dafür putze ich ganz nett Fenster - also manchmal" und auch nicht über *irgendwo mag dich jemand* sondern fangen Sie direkt wieder ganz unten an"
Zumindest scheine ich mich in meinen Selbstgesprächen noch zu Siezen.
Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum ich so
Ich hätte gern ein wenig mehr Selbstbewusstsein, vielleicht hätte ich dann auch ein etwas größeres Selbstwertgefühl
Donnerstag, 23. November 2017
Verdrängungskünstler
Ganz ganz mistiger Tag heute.
Zwei Briefe in der Post. Und wie üblich keine guten. Oder bekommen Sie heutzutage noch nette Briefpost? Hier landen im Briefkasten nur noch die Briefe, die eigentlich keiner haben möchte.
Tja und heute hat mich das eingeholt, das ich gedanklich so schön beiseite geschoben hatte. Einmal beruflich und einmal finanziell. Das macht den Abend nicht besonders ruhig. Heißt bei mir: Grübeln, ungewohnte Unruhe und der Puls fliegt. Verspricht also auch noch eine unangenehme Nacht zu werden.
Beruflich hatte mir jemand etwas sehr Positives in Aussicht gestellt und ich hatte mich mal wieder dazu hinreißen lassen, mich gedanklich darauf einzulassen und schon fest damit zu rechnen. Ist eine dumme Unart von mir, wie ich befürchte.
Ich wusste ja, dass es noch nicht fest war, aber der Brief war doch ein ziemlicher Schlag. Um so mehr, da der zweite Brief mir noch einmal meine finanzielle Situation vor Augen führte. Und das deutlich
Bitte nicht missverstehen, ich bin da sehenden Auges und grundsätzlich auch zufrieden hinein gegangen, aber manchmal packt mich doch die Angst. Und das ist heute so ein Abend.
Was mir ein wenig hilft, ist der Gedanke, dass es eigentlich nicht neu für mich ist, sich also nichts grundlegend geändert hat. Beide Informationen hatte ich schon früher. Aber anscheinend ist der feststoffliche Beweis (also ein Brief) doch noch einmal eine Nummer realer/Furcht einflößender.
Normalerweise kann ich solche Dinge ganz gut verdrängen, aber heute Abend geht es nicht so schnell.
Zwei Briefe in der Post. Und wie üblich keine guten. Oder bekommen Sie heutzutage noch nette Briefpost? Hier landen im Briefkasten nur noch die Briefe, die eigentlich keiner haben möchte.
Tja und heute hat mich das eingeholt, das ich gedanklich so schön beiseite geschoben hatte. Einmal beruflich und einmal finanziell. Das macht den Abend nicht besonders ruhig. Heißt bei mir: Grübeln, ungewohnte Unruhe und der Puls fliegt. Verspricht also auch noch eine unangenehme Nacht zu werden.
Beruflich hatte mir jemand etwas sehr Positives in Aussicht gestellt und ich hatte mich mal wieder dazu hinreißen lassen, mich gedanklich darauf einzulassen und schon fest damit zu rechnen. Ist eine dumme Unart von mir, wie ich befürchte.
Ich wusste ja, dass es noch nicht fest war, aber der Brief war doch ein ziemlicher Schlag. Um so mehr, da der zweite Brief mir noch einmal meine finanzielle Situation vor Augen führte. Und das deutlich
Bitte nicht missverstehen, ich bin da sehenden Auges und grundsätzlich auch zufrieden hinein gegangen, aber manchmal packt mich doch die Angst. Und das ist heute so ein Abend.
Was mir ein wenig hilft, ist der Gedanke, dass es eigentlich nicht neu für mich ist, sich also nichts grundlegend geändert hat. Beide Informationen hatte ich schon früher. Aber anscheinend ist der feststoffliche Beweis (also ein Brief) doch noch einmal eine Nummer realer/Furcht einflößender.
Normalerweise kann ich solche Dinge ganz gut verdrängen, aber heute Abend geht es nicht so schnell.
Freitag, 17. November 2017
Mitgebrachte Männer im Supermarkt
Ich versuche möglichst ohne Zeitstress einkaufen zu gehen, weil ich irgendwann einmal für mich entschieden habe, dass ich nicht zu einer Kundin werden möchte, die mit verkniffenem Kampfgesicht in den Einkaufskrieg zieht.
Daher warte ich auch mal 10 Minuten, bis der der passende Parkplatz frei wird, lasse anderen an den strategischen Regalkreuzungen den Vortritt oder lasse andere an der Kasse gerne vor.
Und kann entspannt lächeln dabei. Ist also nicht besonders sozial gemeint, sondern einfach gut für mich.
Auch gut sind die Beobachtungen die man machen kann, wenn man etwas Zeit und Laune dafür hat. Eine der interessantesten Gruppen sind die vergesellschafteten Männer im Mitbringalter. Meint: Männer knapp vor oder nach dem Rentenalter, die von ihrer *begeisterten* Ehefrau mit in den Supermarkt gebracht wurden.
Meist nicht ganz freiwillig - also von der Frauenseite her. Denn diese haben es in den letzten Jahren durchaus geschafft den Einkauf selbstständig und erfolgreich zu bewältigen. Mit der Ruhe ist es aber vorbei, wenn der Mann mit zu viel Zeit gesegnet ist und nun beschließt mitzukommen.
Da gibt es einmal den Typ *Rockzipfel* der sich während der gesamten Fahrt durch den Supermarkt am Einkaufswagen festhält. Meistens an der hinteren Ecke, die er vertrauensvoll umklammert und erst dann gezwungenermaßen wieder los lässt, wenn der Wagen draußen zu den anderen Wagen gestellt wird. Ansonsten erträgt er klaglos auch längere Einkaufstouren und trottet halt so mit. Voller Vertrauen, dass er nicht ausgesetzt wird, da er ja den Wagen nicht aus den Augen lässt.
Ganz anders der kleine *Nöhler*, der seine Frau während der gehetzten Flucht durch den Markt die ganze Zeit annöhlt, wann man denn endlich zur Kasse geht. Kleinkinder bringen dazu im Gegensatz größere Geduld mit, aber die kann man ja auch mit dem Versprechen auf ein Eis, bei gutem Benehmen, still kriegen. Zeit spielt übrigens gar keine Rolle mehr, wenn der Nöhler auf dem Aktionstisch plötzlich den Laubpuster seines Lebens entdeckt und in der nächsten halben Stunde die Kartonbedruckung auswendig lernt.
*Napoleon* hingegen hat hier endlich endlich mal wieder Gelegenheit zu zeigen, zu welchen Leistungen ein großer Geist fähig ist. Im trauten Heim hat er nur wenig Zuschauer, aber im Supermarkt können auch andere Menschen dabei sein, wenn er strategisch seinen Eroberungszug durch die Gänge antritt. Schon auf dem Parkplatz hat er klar gemacht, wer hier das Sagen hat und mit seinem SUV direkt zwei Parkplätze blockiert. "Platz da, hier kommt der ehemalige stellvertretende Abteilungsleiter!" Und so, wie er bis vor 3 Monaten seine Untergebenen in der Firma herum kommandiert hat, lässt er nun seine genervte Ehefrau rennen. Mitten im Gang stehend schickt er die arme Frau mit knappen Kommandos *Kaffee, die grüne Packung!" auf die Mission. Immer bereit den ein oder anderen unfreiwilligen Zuhörer Beifall heischend anzusehen.
Kaum einer kauft so chaotisch ein, aber wenn die Frau das mit macht....
Heute dann ein neues Exemplar für die Sammlung. Vielleicht kann ja jemand schon anhand des Exterieurs darauf schließen, welcher Typ Mann das war. Ich bin erst auf dem Parkplatz ganz sicher gewesen, als ich das Auto sah.
Der Herr hatte den typischen Bierbauch eines Sofasportlers, dazu Baumwollhosen in Camouflage, mit Sportschuhen. Kurzer militärischer Haarschnitt.
Kurz vor der Kasse tauchte er mit seiner Frau in meinem Blickfeld auf und fiel mir auf, weil er sehr seltsam mit seiner Frau umging. Sie schaute sich die üblichen Blumen vor der Kasse an und wurde erst mit einem harschen Kopfnicken und dann mit einem knappen "Hierhin!" an seine Seite befohlen. Und während er sich in der Kassenschlange vorschummelte, hatte sie sich noch einmal abgesetzt, weil wohl noch Brot fehlte. Und dann kam es wieder, ein donnerndes "Hierher!" Dem sie tatsächlich auch noch Folge leistete. Mir entgleisten etwas die Gesichtszüge.
Auf dem Parkplatz dann zumindest die Auflösung, woher er den Kommandoton wohl hatte: Auf dem Auto prangte der Aufkleber eines Schäferhundsportvereins.
Die Kommunikation scheint sich für ihn als passend heraus gestellt zu haben. Keine Ahnung, wie das Paar das am Abend handhabt.
Daher warte ich auch mal 10 Minuten, bis der der passende Parkplatz frei wird, lasse anderen an den strategischen Regalkreuzungen den Vortritt oder lasse andere an der Kasse gerne vor.
Und kann entspannt lächeln dabei. Ist also nicht besonders sozial gemeint, sondern einfach gut für mich.
Auch gut sind die Beobachtungen die man machen kann, wenn man etwas Zeit und Laune dafür hat. Eine der interessantesten Gruppen sind die vergesellschafteten Männer im Mitbringalter. Meint: Männer knapp vor oder nach dem Rentenalter, die von ihrer *begeisterten* Ehefrau mit in den Supermarkt gebracht wurden.
Meist nicht ganz freiwillig - also von der Frauenseite her. Denn diese haben es in den letzten Jahren durchaus geschafft den Einkauf selbstständig und erfolgreich zu bewältigen. Mit der Ruhe ist es aber vorbei, wenn der Mann mit zu viel Zeit gesegnet ist und nun beschließt mitzukommen.
Da gibt es einmal den Typ *Rockzipfel* der sich während der gesamten Fahrt durch den Supermarkt am Einkaufswagen festhält. Meistens an der hinteren Ecke, die er vertrauensvoll umklammert und erst dann gezwungenermaßen wieder los lässt, wenn der Wagen draußen zu den anderen Wagen gestellt wird. Ansonsten erträgt er klaglos auch längere Einkaufstouren und trottet halt so mit. Voller Vertrauen, dass er nicht ausgesetzt wird, da er ja den Wagen nicht aus den Augen lässt.
Ganz anders der kleine *Nöhler*, der seine Frau während der gehetzten Flucht durch den Markt die ganze Zeit annöhlt, wann man denn endlich zur Kasse geht. Kleinkinder bringen dazu im Gegensatz größere Geduld mit, aber die kann man ja auch mit dem Versprechen auf ein Eis, bei gutem Benehmen, still kriegen. Zeit spielt übrigens gar keine Rolle mehr, wenn der Nöhler auf dem Aktionstisch plötzlich den Laubpuster seines Lebens entdeckt und in der nächsten halben Stunde die Kartonbedruckung auswendig lernt.
*Napoleon* hingegen hat hier endlich endlich mal wieder Gelegenheit zu zeigen, zu welchen Leistungen ein großer Geist fähig ist. Im trauten Heim hat er nur wenig Zuschauer, aber im Supermarkt können auch andere Menschen dabei sein, wenn er strategisch seinen Eroberungszug durch die Gänge antritt. Schon auf dem Parkplatz hat er klar gemacht, wer hier das Sagen hat und mit seinem SUV direkt zwei Parkplätze blockiert. "Platz da, hier kommt der ehemalige stellvertretende Abteilungsleiter!" Und so, wie er bis vor 3 Monaten seine Untergebenen in der Firma herum kommandiert hat, lässt er nun seine genervte Ehefrau rennen. Mitten im Gang stehend schickt er die arme Frau mit knappen Kommandos *Kaffee, die grüne Packung!" auf die Mission. Immer bereit den ein oder anderen unfreiwilligen Zuhörer Beifall heischend anzusehen.
Kaum einer kauft so chaotisch ein, aber wenn die Frau das mit macht....
Heute dann ein neues Exemplar für die Sammlung. Vielleicht kann ja jemand schon anhand des Exterieurs darauf schließen, welcher Typ Mann das war. Ich bin erst auf dem Parkplatz ganz sicher gewesen, als ich das Auto sah.
Der Herr hatte den typischen Bierbauch eines Sofasportlers, dazu Baumwollhosen in Camouflage, mit Sportschuhen. Kurzer militärischer Haarschnitt.
Kurz vor der Kasse tauchte er mit seiner Frau in meinem Blickfeld auf und fiel mir auf, weil er sehr seltsam mit seiner Frau umging. Sie schaute sich die üblichen Blumen vor der Kasse an und wurde erst mit einem harschen Kopfnicken und dann mit einem knappen "Hierhin!" an seine Seite befohlen. Und während er sich in der Kassenschlange vorschummelte, hatte sie sich noch einmal abgesetzt, weil wohl noch Brot fehlte. Und dann kam es wieder, ein donnerndes "Hierher!" Dem sie tatsächlich auch noch Folge leistete. Mir entgleisten etwas die Gesichtszüge.
Auf dem Parkplatz dann zumindest die Auflösung, woher er den Kommandoton wohl hatte: Auf dem Auto prangte der Aufkleber eines Schäferhundsportvereins.
Die Kommunikation scheint sich für ihn als passend heraus gestellt zu haben. Keine Ahnung, wie das Paar das am Abend handhabt.
Mittwoch, 15. November 2017
Kleiner Versuch in Selbstverstümmelung
Eine gewisse Tapsigkeit kann ich leider nicht verleugnen. Daher *verunfalle* ich auch mit Dingen, bei denen 3-jährige kein Problem haben.
Zur Zeit habe ich einen lädierten Ellenbogen, ein verdrehtes Knie, Humpelfuß, Hämatom auf der Kehrseite und eine nicht ganz so nette Brandblase auf dem Bauch.
Hauptübeltäter ist mein neuer Schreibtischstuhl.
Steht hier im scheinbar unschuldigem Weiß herum und macht einen auf harmlosen Landhausstil. Alles Tarnung!
Ich dreh mich auf dem Stuhl leicht ein um aufzustehen und werde dabei von der Lehne tätlich am Ellenbogen angegriffen. Das auch die Lehne aus solidem Vollholz besteht, können mein Ellenbogen und ich jetzt beschwören.
Leicht angeschlagen und etwas benommen vom Schmerz (natürlich war es der Musikantenknochen, was sonst), drehe ich mich ein, will mich lieber doch noch einmal setzen, der Stuhl rutscht nach hinten weg, ich hinterher.
Knie verdreht und unsanfte Landung mit Hämatom.
Ab jetzt die Spaziergänge mit Schonhaltung und schon verdreht es auch den Fuß. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit liegt zur Zeit bei ca. 1200 m pro Stunde. Etwas lahm also.
Dem entsprechend kalt ist mir, wenn wir wieder zu Hause ankommen. Und dann mach ich mich völlig zum Depp. Koche mir extra Tee und gieße mir den dann direkt auf den Bauch. Zuerst hübsch warm und dann *aua-HEIß!!*
Die anschließenden 20 Minuten unter dem Kaltwasserhahn waren a) langweilig und b) noch kälter als beim Spaziergang.
Wie gesagt. 3-jährige überleben besser als ich
Zur Zeit habe ich einen lädierten Ellenbogen, ein verdrehtes Knie, Humpelfuß, Hämatom auf der Kehrseite und eine nicht ganz so nette Brandblase auf dem Bauch.
Hauptübeltäter ist mein neuer Schreibtischstuhl.
Steht hier im scheinbar unschuldigem Weiß herum und macht einen auf harmlosen Landhausstil. Alles Tarnung!
Ich dreh mich auf dem Stuhl leicht ein um aufzustehen und werde dabei von der Lehne tätlich am Ellenbogen angegriffen. Das auch die Lehne aus solidem Vollholz besteht, können mein Ellenbogen und ich jetzt beschwören.
Leicht angeschlagen und etwas benommen vom Schmerz (natürlich war es der Musikantenknochen, was sonst), drehe ich mich ein, will mich lieber doch noch einmal setzen, der Stuhl rutscht nach hinten weg, ich hinterher.
Knie verdreht und unsanfte Landung mit Hämatom.
Ab jetzt die Spaziergänge mit Schonhaltung und schon verdreht es auch den Fuß. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit liegt zur Zeit bei ca. 1200 m pro Stunde. Etwas lahm also.
Dem entsprechend kalt ist mir, wenn wir wieder zu Hause ankommen. Und dann mach ich mich völlig zum Depp. Koche mir extra Tee und gieße mir den dann direkt auf den Bauch. Zuerst hübsch warm und dann *aua-HEIß!!*
Die anschließenden 20 Minuten unter dem Kaltwasserhahn waren a) langweilig und b) noch kälter als beim Spaziergang.
Wie gesagt. 3-jährige überleben besser als ich
Samstag, 4. November 2017
Monats update
Stellenangebote:
Es gab ein paar und ich kann zur Zeit sagen, dass ich glücklich bin, dass ich keines davon annehmen muss.
Aus Neugierde und einem Hang zu dem Gefühl *die wollen mich*, das ich Anerkennungs-hungriges Ding nicht verleugnen kann, habe ich drei Gespräche zugesagt.
Vielleicht liegt es an der Perspektive, aber ich bin jedes Mal erstaunt aus dem jeweiligen Gespräch gekommen.
Zwei der Personaler hatten anscheinend von der Höflichkeit der Könige länger nichts mehr gehört und ließen mich knapp eine halbe Stunde warten. Ich gehe davon aus, dass ich zu so einem Termin pünktlich erscheine und ich erwarte das tatsächlich auch von der Arbeitgeberseite.
Wäre dort gerade ein Notstand ausgebrochen oder der Chef hätte nach dem Mitarbeiter geschrien, kein Ding, hätte ich Verständnis gehabt.
Nun lag aber der Wartebereich direkt gegenüber dem Personalbüro und die Herren hatten die Türen offen gelassen. Somit konnte ich mir die Wartezeit zumindest damit überbrücken, dass ich zusah, wie sich der eine Herr die Zeit mit gelangweiltem Unterlagen blättern vertrieb und in der anderen Firma der Personaler bei einem Kollegen zu einem Schwätzchen war (da ich ungefragt zuhören musste, war auch klar, dass es um die Wochenendfahrt ging und nichts betriebliches).
Grr, da kann ich arg sarkastisch werden
Bei der dritten Runde war der Personalchef vorbereitet, sogar etwas zu gut. Nach Durchsicht der Unterlagen und der vor Ort ausgefüllten Skill Formulare, zog er ganz nonchalant und im netten Plauderton noch ein Formular aus einem bereit gelegten Stapel und fragte so mal eben nach meinen Kinderplänen, Hochzeitsplänen, Krankheiten etc.
Wenn eine Firma es nötig hat, mir solche Fragen unter zu schieben, ist das für mich kein fairer Umgang. GsD brauchte ich den Job nicht. Aber aufgeregt hat es mich
Heizung
Läuft wieder, wenn auch noch nicht optimal, aber ausreichend. Heizungsfirma kommt, nachdem der Lebensgefährte der Vermieterin vor mir auf dem Boden lag und das Heizungsventil auseinander schraubte. Das entschädigte immerhin etwas.
Kamin
Auf Freunde ist Verlass, ich habe inzwischen 4 narrensichere Anfeuerungsanleitungen in theoretischer und praktischer Form bekommen. Jetzt könnte ich vermutlich ganze Buschbrände legen.
Kaminfeuer sieht toll aus, heizt nur leider den Raum nicht. Irgendwie fehlt mir das Siegergefühl dabei
Nein sagen
Kapitulation auf ganzer Linie. Teilnehmer kamen einen Tag zu früh und fragten, ob ich ihre Stunde nicht mal eben heute dran hängen könne. Hatte ich eigentlich bewusst so geplant, dass ich heute nur 5 Stunden in der Kälte rumstehen muss, aber so ...- zumindest die 2 waren zufrieden
Irgendwann schaffe ich es *Nein* zu sagen und nicht direkt von meinem schlechten Gewissen umgebracht zu werden. ganz sicher
Es gab ein paar und ich kann zur Zeit sagen, dass ich glücklich bin, dass ich keines davon annehmen muss.
Aus Neugierde und einem Hang zu dem Gefühl *die wollen mich*, das ich Anerkennungs-hungriges Ding nicht verleugnen kann, habe ich drei Gespräche zugesagt.
Vielleicht liegt es an der Perspektive, aber ich bin jedes Mal erstaunt aus dem jeweiligen Gespräch gekommen.
Zwei der Personaler hatten anscheinend von der Höflichkeit der Könige länger nichts mehr gehört und ließen mich knapp eine halbe Stunde warten. Ich gehe davon aus, dass ich zu so einem Termin pünktlich erscheine und ich erwarte das tatsächlich auch von der Arbeitgeberseite.
Wäre dort gerade ein Notstand ausgebrochen oder der Chef hätte nach dem Mitarbeiter geschrien, kein Ding, hätte ich Verständnis gehabt.
Nun lag aber der Wartebereich direkt gegenüber dem Personalbüro und die Herren hatten die Türen offen gelassen. Somit konnte ich mir die Wartezeit zumindest damit überbrücken, dass ich zusah, wie sich der eine Herr die Zeit mit gelangweiltem Unterlagen blättern vertrieb und in der anderen Firma der Personaler bei einem Kollegen zu einem Schwätzchen war (da ich ungefragt zuhören musste, war auch klar, dass es um die Wochenendfahrt ging und nichts betriebliches).
Grr, da kann ich arg sarkastisch werden
Bei der dritten Runde war der Personalchef vorbereitet, sogar etwas zu gut. Nach Durchsicht der Unterlagen und der vor Ort ausgefüllten Skill Formulare, zog er ganz nonchalant und im netten Plauderton noch ein Formular aus einem bereit gelegten Stapel und fragte so mal eben nach meinen Kinderplänen, Hochzeitsplänen, Krankheiten etc.
Wenn eine Firma es nötig hat, mir solche Fragen unter zu schieben, ist das für mich kein fairer Umgang. GsD brauchte ich den Job nicht. Aber aufgeregt hat es mich
Heizung
Läuft wieder, wenn auch noch nicht optimal, aber ausreichend. Heizungsfirma kommt, nachdem der Lebensgefährte der Vermieterin vor mir auf dem Boden lag und das Heizungsventil auseinander schraubte. Das entschädigte immerhin etwas.
Kamin
Auf Freunde ist Verlass, ich habe inzwischen 4 narrensichere Anfeuerungsanleitungen in theoretischer und praktischer Form bekommen. Jetzt könnte ich vermutlich ganze Buschbrände legen.
Kaminfeuer sieht toll aus, heizt nur leider den Raum nicht. Irgendwie fehlt mir das Siegergefühl dabei
Nein sagen
Kapitulation auf ganzer Linie. Teilnehmer kamen einen Tag zu früh und fragten, ob ich ihre Stunde nicht mal eben heute dran hängen könne. Hatte ich eigentlich bewusst so geplant, dass ich heute nur 5 Stunden in der Kälte rumstehen muss, aber so ...- zumindest die 2 waren zufrieden
Irgendwann schaffe ich es *Nein* zu sagen und nicht direkt von meinem schlechten Gewissen umgebracht zu werden. ganz sicher
Abonnieren
Posts (Atom)
