Mittwoch, 14. Dezember 2022

Neue Welten

Eines der Dinge, die mich bei BDSM so faszinieren, ist die Entdeckung neuer Welten 

Das können die neuen sexuellen und erotischen Erfahrungen sein, aber auch die intellektuellen.

Gerade Seine Fähigkeit meine Neugier, meinen Wissenshunger befriedigen zu können, liebe ich. Es ist tatsächlich eine Befriedigung, ein Gehirn-Orgasmus. Auf verschiedenen Ebenen wie gesagt.

Vor zwei Wochen haben wir uns noch einmal getroffen, bevor Er für 2 Monate auf eine Kreuzfahrt verschwand. Und die Stunden hatten es in sich 

Er meinte schon öfter, dass ich es immer ein wenig darauf anlege. Worauf? Auf seine Konsequenz, seinen Willen, seine Dominanz. Und ganz unter uns: Es stimmt. 

Wer mich kennt, wird über diese Aussage vermutlich nicht total überrascht sein, und dennoch streite ich es vehement ab. Denn ich will ihn nicht verärgern, gehe immer nur bis zur Grenze, also bis ca. 0,1 cm davor. Und sehe dann sein souveränes Lächeln. Kann nicht anders, als auch zu lächeln und mich damit selber zu verraten. Oder er sieht dieses verräterische Funkeln in meinen Augen (wie oft habe ich versucht, die Augen rechtzeitig zu schließen, klappt aber nicht, weil ich sein Lächeln so gern sehe). Und dann fühle ich seine Hand in meinem Nacken, die mich auf seinen Schwanz drückt, dort hält, bis mir die Luft eng wird - und ich liebe es. Dieses Gefühl von "Wollen", Stärke, Durchsetzungskraft und Geilheit. Alles in dieser Hand in meinem Nacken, auf meinen Haaren. Schon der Gedanke daran erregt mich. Genau wie bei dem Gedanken seiner Hand an meinem Hals, die bestimmt zudrückt. Auch weil ich gleichzeitig weiß, dass mir nichts gefährliches passieren wird, weil ich ihm vertraue. Dass er weiß, was er tut, wie er es tut und uns beide dabei beobachtet. 
Und dann kann ich loslassen, vertraue meinen Atem diesem Mann an.

Seit einiger Zeit muss ich sehr darauf achten, rechtzeitig und genug zu Trinken und zu Essen. Weil mir mein Kreislauf sonst ziemlich schnell abhaut und das ist keine gute Idee, weil ich sonst ohnmächtig werden könnte. Allerdings habe ich kein Hungergefühl und verpasse den Moment manchmal, esse und trinke bis abends nichts.
Er achtet sehr auf mich, also gehen wir an diesem Abend auf dem Weg zum Club irgendwo essen.Wir probieren heute zum dritten Mal einen Platz beim Japaner zu bekommen und haben tatsächlich Glück, dass in 30 Minuten etwas frei wird. Obwohl es kalt ist, ist mir warm, so nah bei ihm, wenn wir in der Zwischenzeit mit verschlungenen Händen durch die Stadt gehen. Und weil er seine Stadt liebt und kennt, gibt es vieles, was er darüber weiß. Hatte ich schon einmal erwähnt, dass ich ein Faible für bestimmte Männerstimmen habe? Diese Stimme genieße ich, der Klang ist angenehm in meinem Ohr und Herz und ich erfahre dabei viel über die große Stadt - und Ihn.

Bevor ich über das Sushi spreche, sollte ich eins nicht unerwähnt lassen: Ich mag keinen Fisch. Ich vertrage ihn nicht und esse ihn nicht. Nie

 - Aber: Lernbegierig bin ich, andere nennen das neugierig. Und damit bin ich beim Japaner richtig. Denn dieser Mann, der um meine Fischaversion weiß, ist so spürbar von Japan und der japanischen Kultur und Lebensweise fasziniert, dass mich das in seinen Bann zieht. 
Haben Sie schon einmal einen Menschen erlebt, der von einem Thema, einem Hobby, einer Sache so überzeugt ist, dass man die Begeisterung mitfühlen kann, wenn er davon erzählt?
So geht es mir an diesem Abend, ich liebe es Ihn so begeistert, so glücklich zu sehen. Und ich bin hingerissen von Ihm, verliebe mich noch ein wenig mehr in Ihn.
Und ohne es zu merken, vetraue ich mich ihm auch bei diesem Essen an. Esse Fisch, mag ihn, sogar sehr. Merke erst am nächsten Tag, dass ich Ihm auch hier die Führung überlassen habe. Auf einem Gebiet, von dem ich nie gedacht hätte, dass es auch davon betroffen sein könnte. Denn jedem anderen hätte ich freundlich, aber bestimmt, verständlich gemacht, dass ich keinen Fisch will. Mit großem "W" wie "nichtWollen". Und ich habe dabei eigentlich einen ziemlichen Dickkopf und weiß, was ich nicht will. Mache das dann auch nicht. 
Nur einmal während des Essens geht mir dieses nichtWollen sekundenkurz durch den Kopf, ist direkt wieder weg als er mich auffordert auch noch das letzte Stück zu essen und ich probiere optimistisch auch den rohen Thunfisch. 

Dass er so einfachen Zugang zu meinem Kopf hat, beunruhigt mich manchmal. Nicht weil ich befürchte, dass er mal etwas Schlimmes im Sinn haben könnte. Sondern weil mich das noch mehr davon wünschen lässt, solche Erlebnisse fixen mich an. Sehr sogar! 

Diese neuen Erlebnisse ziehen sich durch den Abend und so landen wir im Club auf unseren Stühlen in der Ecke. Wie ich später ganz nebenbei höre, hat er auch da schnell meine Vorliebe für den Rückzug in die Ecke registriert und zur Kenntnis genommen. Gibt mir diesen Rückzugsort mit diesem kleinen Lächeln und Verständnis.
Wieder kann ich es nicht lassen, ein wenig die Grenze zu testen und nachdem Er es eine Weile souverän ignoriert hat (zu meiner Enttäuschung ;-) ) ist seine Reaktion eindeutig: "Fass meinen Schwanz richtig an". Meine Hand in seiner Hose stockt, denn heute ist die Wirtin recht nah. Gut, es ist ein BDSM Lokal und vermutlich ist das hier noch Kinderkram für die meisten Anwesenden. Trotzdem, für mich ist das schon heftig, also in der Halb-Öffentlichkeit meinem Herrn einen Handjob zu geben. 
Wenn da nicht dieser kleine Teufel auf meiner Schulter wäre (der Kerl hat mich schon öfter in die Bredouille gebracht. Zu meiner Entschuldigung: er ist sehr, nun sagen wir "verlockend"), der mich in Versuchung bringt. "Denn ganz sicher wird mein Herr doch nicht hier im Lokal direkt Konsequenzen ziehen? Und ob er es nachher im Bett noch weiß? hmmm..."
Also warte ich einen kleinen Moment, folge nicht direkt, halte den harten Schwanz nur still - und lächle ihn unschuldig an.
Habe sofort die feste Hand im Nacken, die mich hier, im Lokal, auf seinen Schwanz drückt. Und diese feste Stimme im Ohr, bei der ich genau weiß, wie sich jetzt der Ausdruck in seinen Augen verändert hat: "Leck ihn".

Direkt erregt, fühle mich gleichzeitig unwohl und wunderbar. Nur ein paar Momente später lässt er meinen Kopf frei und deutet auf den Bock, der etwas weiter hinten im Club steht. "Leg Dich darüber"

Mit "perplex" ist wohl nur unzureichend beschrieben, wie ich ausgesehen haben muss in diesem Augenblick. Denn er hatte während des Abend schon einmal angedeutet, dass dies die mögliche Konsequenz sein könnte. Was ich aber nicht für realistisch gehalten hatte, denn wie gesagt, ich achte sorgfältig darauf, die Grenzen nicht zu überschreiten. Habe dabei aber vergessen, dass ich bei Ihm mit allem rechnen muss und dass er mich nicht zur Strafe züchtigt oder weil ich es gern hätte. Sondern weil wir beide es mögen und brauchen.

So beuge ich mich über den Bock und sehe dabei in die verspiegelte Wand, die nur etwa 30 cm entfernt ist. Sehe mein Gesicht und muss lächeln. Das ich das hier mache, ohne Widerworte, dort ausharre, wo Er mich haben will, während Er eine dickere Gerte holt. Und mir blickt eine erwartungsfrohe Frau entgegen, die um den kommenden Schmerz weiß, aber auch um den Moment danach. Die Sein Gesicht sieht, als er vor dem ersten Schlag hinter mich tritt und die Gerte hebt. Beide Gesichter spiegeln die Lust.

Sonntag, 27. November 2022

Küssen, lieben, lachen

 Meine Lieblingshobbies









Dienstag, 1. November 2022

Darüber was ich nicht verdiene

 Er hat Recht, ich habe keine Strafe verdient. Also zumindest jetzt gerade nicht (etwas Galgenhumor)


Heute war ein Tag mit nicht ganz so guten Nachrichten. Nüchtern besehen werden wir uns wohl auch die nächsten zwei Wochen nicht fühlen, sehen oder spüren. Dann dürfte es so Mitte November sein. Ende November habe ich Geburtstag und dazu heute schon das Signal, dass wir uns auch dann nicht treffen. Da ist dann auch die Freude, dass er sich an das "Ereignis" an sich erinnert, etwas verhalten. 

Und dann die nächste frohe Botschaft (ja, Galgenhumor kann ich): Kreuzfahrt über mindestens 6 Wochen, meine Vermutung liegt bei zwei Monaten. Freut mich für ihn, dass er aus dem Grau hier raus kommt, rein ins Warme. Ins Sonnenlicht

Nur die leise Stimme in meinem Herz wird lauter: Konkret wird das bedeuten, dass wir uns wohl bis Februar, höchstens ein Mal , maximal zwei Mal treffen

Ich habe absolut keine Ahnung, wie ich das erlebbar machen soll. Was das mit mir machen wird. Herz ist jetzt schon schwer

Nach langer Zeit liebe ich wieder, das ist das Schöne daran, ich kann es. Kann lieben, spüre dieses anschwellende Gefühl, dass sich Bahn bricht. In meine Gedanken zu jedem möglich und auch unmöglichen Zeitpunkt, mein Herz und meine Seele gekapert hat. Den Körper hatte Er schon längst. 
Mich lächeln lässt, wie es nur der Gedanke an Ihn es schafft

Das war nicht geplant, nicht beabsichtigt. Ist trotzdem passiert und macht mich glücklich


Bis dann der Schatten darauf fällt. Hatte ich schon gesagt, dass er verheiratet ist? 

Es hätte nicht vorhersehbarer sein können. Denn das, was ich mir wünsche, wonach mein Herz vorsichtig hoffte, wird nicht geschehen. "Weil Du es nicht verdienst" wispert die leise Stimme in mein Ohr und von da frisst sich der Satz weiter in meine Seele, mein Herz. 

Bestätigt damit, was ich schon immer wusste. Meines ist das Glück nicht, nicht dieses Glück, wenn man liebt, geliebt wird, weiß, dass man zusammenhält, zusammenliebt, zusammenerlebt. Sein Gesicht an einer Brust bergen kann, wenn es um einen herum zu wild wird. Begeistert erzählen kann, wenn man von etwas begeistert ist, mich etwas überglücklich macht. In genau diesem Moment

Alles was nicht passiert, ist in dem Moment die heimliche Bestätigung für "du verdienst es nicht". Bin nicht genug. Beinah schon Genugtuung, dass ich es zumindest gewusst habe


Morgen wird es besser sein. Wird es immer

Freitag, 14. Oktober 2022

mal schauen

 Nachdem ich auf meine Bewerbung in der angekündigten Entscheidungswoche kein Feedback erhalten hatte, habe ich bei der Personalverantwortlichen angerufen. Langes Warten ist ja eh nicht so ganz mein Ding (was bei dem ein oder anderen Leser ein wissendes Kopfnicken hervorrufen könnte). 

Es ist leider nichts daraus geworden, da es zu viele andere Bewerber mit vorrangigem Anspruch gab. Einerseits Enttäuschung bei mir und andererseits Erleichterung. 

Oder wie Er meinte: Wer weiß, wofür es gut war.

Meine Chefin hatte ich vorher über die Bewerbung informiert und habe ihr deshalb auch die Absage mitgeteilt. Sie plant momentan die Übergabe des Teams an ihren Nachfolger, da sie in Mutterschutz gehen wird und war froh, dass ich erst einmal da bleibe. Daher konnte sie mich auch direkt wieder in die Schulung der neuen Mitarbeiter einplanen, was ich zugegeben sehr gern mache. Man kann so schön angeben, weil die Neuen ja noch nichts kennen ;-)

Einer der Nachteile ihres Weggangs ist die Aufteilung unseres Teams, bzw. der Abtritt von drei Kollegen an ein neu zu bildendes Team. Wir verstehen uns gut untereinander und so war es nicht überraschend, dass begeisterte freiwillige Meldungen komplett ausblieben. Auch ich möchte meine Lieblingskollegen nicht verlassen und so kündigte sie an, dass sie dann die Drei bestimmen und auf diejenigen in einem persönlichen Gespräch zukommen würde. 

Und heute bekam ich eine Mail von ihr, dass sie mich für nächste Woche zu einem einstündigen Mitarbeitergespräch einlädt ....
10 Sekunden später eine zweite Mail: "Es ist aber nichts Schlimmes, ganz im Gegenteil"

Und nun rätsele ich, was da passieren kann:

  • Mitteilung, dass ich das Team wechseln muss ("eine Chance für Dich")
  • eine neue Aufgabe, die in das Feld passt, in das ich wechseln möchte (mein Wunsch, aber leider sehr sehr unwahrscheinlich)
  • eine neue Beurteilung, die die Chance auf eine Stelle in einem anderen Bereich erhöhen würde (auch unwahrscheinlich, da es die Beurteilung dieses Jahr schon gab)
  • ein Lob, dass ich mich so hübsch um die Neuen kümmere? (braucht man dafür 1 Stunde?)


So gesehen ist Variante 1 leider am wahrscheinlichsten. Ich habe keine Ahnung.

Und das Blöde ist, man kann nach dem Gespräch nicht mal einen trinken gehen, ich muss nämlich bis 18 Uhr arbeiten. Mist ;-)

Ach ja, hatte ich eigentlich schon mal erwähnt, dass Abwarten so gar nicht zu meinem Talentprofil passt? Und jetzt muss ich - also: warten




Donnerstag, 6. Oktober 2022

Intensität

 Viele Eindrücke hat mein letztes Treffen mit meinem Herrn in Hamburg hinterlassen. Sehr intensive Momente und wie ich finde, auch eine sehr intensive Verbundenheit. 

Einer der Auslöser war der Besuch im T., einem SM Club. Mein Herr hatte mich vorher schon drei Mal mit dorthin genommen, einem kleinen Lokal mit einer besonderen Atmosphäre. Die wird vor allem durch die Besitzer und die Gäste erschaffen. Ein sehr lockerer Umgang, mit eindeutigem Verhalten. Es gibt die Möglichkeit verschiedene Räume diskret oder mit Zuschauern zu nutzen. Und die Gäste zeigen die ganze Vielfalt, die BDSM bedeuten kann.

Bei den ersten drei Besuchen war ich "da", fühlte mich geborgen bei meinem Herrn, hatte aber eher das Gefühl, dort als Besucherin zu sein.

Wie auf der Reeperbahn üblich, ziehen auch durch diese Bar die Reeperbahnführungen mit recht schillernden Touristenführern. Auch an diesem Abend ließen sich rund 15 Besucher das Konzept des Ladens erklären. Und man merkt die leicht aufgeladene Atmosphäre mit etwas Unsicherheit und Staunen.

Die Stammgäste lässt das sichtlich ungerührt, ich war mir beim ersten Besuch nicht sicher, wie ich mich fühle, da ich dort das erste Mal mein Halsband in der Öffentlichkeit trug. Mein Herr hatte es mir in der Bar angelegt und ich war einerseits stolz es als seine sub zu tragen, andererseits hatte ich den Eindruck, dass alle Welt darauf starrt. 

Mit meinem neuen schwarzen Halsband war ich dann schon selbstsicherer, aber das ist eine Geschichte für einen neuen Post.





An diesem Abend nun, waren wir vorher in der Boutique B. und mein Herr kaufte einen Plug, also einen Anfängerplug. Meine innere Aufregung stieg - mit jedem Schritt zur Kasse hin und dann den Weg zum T.

Kurz nach unserem Eintreffen kam eine Kieztour nach der Hausführung wieder zur Bar und das war das erste Mal, dass ich von "denen" und "uns" dachte. Ich saß sehr dicht neben meinem Herrn, mit unseren Händen auf dem Körper des anderen und gedanklich noch enger zusammen. Ein unglaublich intensives Gefühl, dass noch gesteigert wurde, als mein Herr mit mir in den 1. Stock ging. Ein leichtes Zögern von mir an der Tür des Zimmers, atmen und hinein gehen. Er weiß, was er tut - ich vetraue auf ihn. 

Dann seine leise und bestimmte Anordnung: "Beug dich vornüber, lehn Dich mit dem Oberkörper auf den Tisch. Tiefer"

Und dann der Plug zwischen meinen Lippen "leck ihn". Eine Hand, die mich reizt, meine Nässe spürt. Eine Hand, die mit dem Plug aus meinem Gesichtsfeld verschwindet, während ich mich immer noch vornüber beuge und dann das Gefühl, als er in mich gleitet. 

Ungewohnt, neu, irritierend und erregend. Und mit diesem Gefühl, ziehe ich mich auf das Geheiß meines Herrn wieder an. Etwas irritiert, weil ich dachte, dass es hier ungestört noch etwas weiter geht. Doch wie immer hat mein Herr das bessere Gespür für die Situation und mich. 

Sein leises "jetzt besitze ich dich auch dort und du spürst mich bei jedem Schritt" sickert in meinen Kopf. Und bei jedem Schritt die Treppe hinunter spüre ich ihn deutlich, den Plug und meinen Herrn. Als wir vor den Barhockern stehen, bin ich mir sicher, dass ich mich "so" nicht setzen kann. Auf gar keinen Fall
Das Lächeln meines Herrn zeigt, dass er meinen Gedanken liest: "Setz Dich hin" und ich versuche möglichst schwebend auf den Barhocker zu gelangen. Die ganze Zeit mit dem Bewusstsein, dass der Plug in mir ist. "Wenn es dir zu viel ist, kannst du ihn auch raus nehmen" Ich zögere, möchte die Erfahrung aber weiter erleben. 

Noch während dieser Gedanken betritt ein anderes Paar die Bar. Auf Grund der Reaktionen der anderen Gäste würde ich meinen, dass sie dort bekannte Gesichter sind. Erst als der Mann seinen Mantel auszieht, kann man sehen, dass er einen Netzanzug und eine dazu gehörige Gesichtsbedeckung trägt. Die beiden setzen sich diagonal von uns an die Bar und sind miteinander dort genauso intensiv beisammen, wie wir hier drüben. Und es entsteht eine ganz besondere Stimmung dort drüben. Seine Partnerin, ist deutlich die Herrin der Situation. Ohne große Gesten. Es ist deutlich. Sie haben sofort dieses Machtgefälle, dass man spürt ohne daran teilzuhaben. 

Plötzlich gibt sie ihm eine Ohrfeige und beide genießen deutlich die Erotik des Augenblicks. Aber nicht allein. Auch mich erregt die Situation, noch mehr als mein Herrn seine Hand bewusst um meinen Hals legt und meinen Mund zu ihm dreht. Mich lang und tief küsst, meinen Mund mit Zunge und Lippen erorbert. Leicht zudrückt. Ich wieder diese Gänsehaut bekomme und mich ihm hingebe. Weil er mein Herr ist.






Montag, 3. Oktober 2022

Über Veränderungen

 Ich hatte es ja schon einmal angesprochen: Es gab in den letzten Jahren einige tiefgreifende Veränderungen bei mir.


Meine Entdeckung, dass ich nicht nur devot bin sondern auch den starken inneren Drang verspüre es auszuleben. Dass mich eine verantwortungsvolle Art von Sadismus mir gegenüber (ja, das gibt es) mich anmacht, mich erotisch reizt. Direkter ausgedrückt, ich werde direkt feucht


Meine große Gewichtsveränderung, der ich manchmal überrascht gegenüber stehe. Weil ich sie erst realisiere, wenn ich plötzlich in anderen Kleidergrößen bestellen muss- weil sonst alles rutscht und große Falten wirft.

Ich sehe die Sachen auf Fotos und denke mir immer noch. Oh schade, sieht gut aus, aber leider nicht meine Größe. Und dann wird mir bewusst, dass ich es wirklich nicht kaufen sollte - aber weil es zu groß ist. Meinen Stil zu finden, der zu dieser Figur passt, ist momentan noch ein Ausprobieren und vorsichtiges Erkunden. Denn ich weiß manchmal nicht, ob es mir wirklich steht oder ob ich einfach Spaß daran habe, dass es eng anliegt. 


Und dann die Entscheidung, keinen Hund mehr bei mir zu haben. Knapp 25 Jahre habe ich mit mindestens einem Hund zusammen gelebt. 
Nun lebt mein letzter Hund bei jemand anderem, weil ich ihr nicht mehr gerecht werden konnte. Zu viel Zeit im Büro und auf dem Arbeitsweg.

In ihrem neuen Zuhause geht es ihr sehr sehr gut. Die neue Besitzerin schickt mir immer wieder Fotos und kleine Berichte, was mich beruhigt. Heute kam eine Nachricht, dass sie zusammen an der Nordsee sind. Was mir die Tränen in die Augen schießen ließ. Weil das der kleinen E ganz sicher unheimlich viel Freude macht und ich mich für sie freue. Aber auch, weil ich das immer mit ihr vorhatte, aber nie verwirklichen konnte. Und es gern mit ihr erlebt hätte







Freitag, 23. September 2022

Von der Miss: Am Anfang war ein Blind Date

 Wie so oft ist meine Neugierde, ich meine mein Wissensdurst dafür verantwortlich, dass ich mich mal wieder in eine, nunja, für mich ungewohnte Lage gebracht hatte. 

Ein paar Tage zuvor hatte ich mich in einem speziellen "Fach-Forum" angemeldet, das mich in seiner Eindeutigkeit zuerst ziemlich abgeschreckt hatte. Aber ich war heftig angeteasert von dem, was ich mir bis dahin unter BDSM so vorstellte. Vor allem meine Hormone machten sich da deutlich bemerkbar und mein Kopfkino brannte lichterloh. Noch ziemlich versteckt sprach das alles etwas in mir an, dass mich drängte mehr zu erfahren ... zu erleben.

Nach zwei, drei vorsichtigen Versuchen mich einzulesen, passierte das, was einem in Foren eigentlich immer passiert: Die verlorensten Seelen schreiben die "Neue" an und versuchen die Beute zu sichern, bevor andere auf der Bildfläche erscheinen. Und entschuldigt Jungs, aber bestimmte Nicknames sind belustigender, als ihr vermutet. Sowohl LongJohn450 als auch Porschefahrer sagten mehr über sich aus, als der ganze Text, den sie von sich ließen.

Auch Mails die mit "In den Staub Sklavin" oder "Dir werde ich es besorgen" begannen, fielen eher in die Abteilung ungewollter Humor.

Aber es gab auch die Mails, die mich verlockten zu antworten, auszuloten, was mir gefallen könnte. Und vor allem wer mir gefallen könnte. Nicht optisch, sondern wer diese Dominanz, Fantasie und die nötige Intelligenz haben könnte. Also jemand, der mir nicht nur gewachsen ist sondern der mir überlegen ist. Und Humor hat, viel Humor. Denn jeder, der mich kennt, weiß: den würde er brauchen

Natürlich habe auch ich die Userdatei durchsucht. Mit Hilfe eines Forenprogramms, dass bei Interesse die unverdächtige Meldung verschickt, ob da ein Kontakt erwünscht sei.

Und so wurde ein paar Bilder später ein ziemlich interessantes Profil vorgeschlagen. Groß gewachsener Mann (immer noch ein Punkt, den ich so sexy an ihm finde) also schon daher die Möglichkeit zu ihm aufzublicken. Die Beschreibung schien Eloquenz und Intelligenz zu zeigen, außerdem Erfahrung.

Also mein einziges Mal, wo ich den Knopf drückte, "Passt" und damit war meine Anfrage raus. Dass daraus dann eine Begegnung in der Realität werden würde, hätte ich da nicht gedacht. Wie immer mein Ding mit dem "zündeln, bis es dann doch brennt" 

Und so waren wir ein paar Tage später verabredet. Stunden vorher die Gedanken, ob ich wirklich hinfahren soll? Was ist, wenn das Ganze nicht ganz ungefährlich ist, sich mit einem Fremden zu treffen ist nicht immer so gut. Das Treffen sollte in einem Autobahnrasthof stattfinden, also mit vielen Menschen drum herum. Trotzdem verließ mich mein Mut ein wenig. Aber dafür wurde meine Neugierde immer größer, die Aussicht etwas zu beginnen, das mich unglaublich reizte

Und ich hatte es versprochen und ich mochte auch niemand umsonst warten lassen.

Also hin, tief atmen während der Fahrt (und für Leser, die mich kennen: Nein, ich war nicht viel zu schnell unterwegs! Nur ein wenig...) und dann auf den Parkplatz einbiegen - halten - ausatmen. Blutdruck vermutlich in schwindelerregenden Höhen und die Augen überall. Woher könnte er kommen, und dann - kommt er denn überhaupt?

An die erste Minute kann ich mich gar nicht mehr erinnern, erst als wir in den Gasthof gehen, schaltet sich mein Hirn wieder an. Ich fühle mich unglaublich nervös, scheu, unsicher und mal wieder - neugierig. Was könnte, was wird passieren? Und so lässt mich seine erste Berührung auch ungewollt zusammenschrecken. Im Gespräch die ersten Beobachtungen 

Und bereits in diesen ersten Minuten das Gefühl einer unterschwelligen, aber sehr präsenten Dominanz. Elegant verpackt wie in einem Handschuh, mit spürbarer Festigkeit darunter. In meinem Fall sehr verführerisch. In dieser Form hatte ich das noch nie erlebt, beobachtet oder gefühlt.

Auf seinen Vorschlag wechseln wir in ein gegenüberliegendes Cafe und von dort zu einer kurzen Fahrt ins Auto. Nach Anweisung fahre ich auf einen Feldweg, stoppe und das verbale Kennenlernen setzt sich mit den Händen fort. Wobei seine Hände sichtlich Freude an meinem Busen haben, so dass sich meine Neugierde und Humor gegen meine Nervosität durchsetzen und ich einfach mal frage, ob sie ihm gefallen?

Es ist auch Ablenkung, denn ich merke dass sich meine Libido nicht unbedingt zurückhält. Leicht ansprechbar die Gute. Mein Korper reagiert eindeutig auf seine Berührungen. Allein meine Nippel zeigen durch ihre plötzliche Härte, wie es mir geht. Und das fällt nicht nur mir auf. Ich merke, das mich dieser Mann und seine Dominanz sehr ansprechen. Im übrigen etwas, dass sich stetig weiter entwickelt hat. Wie vieles andere

Bereits da hat er die Fähigkeit auch meinen Kopf zu beschäftigen

Donnerstag, 22. September 2022

Von Ihm: Am Anfang war ein Blind Date

 


...das war bekannt und das was Interessantes im Kopf war. 

Meine Meinung dazu: geradeaus kann jeder, aber Kurventechnik ist nur etwas für Könner.

Ort war eine Raststätte an der Autobahn. Ich traf etwa 10min vor der verabredeten Zeit ein.
Ich warte auf dem Parkplatz vor der Tür, nicht um zu flüchten sondern um zu sehen was und wer wo aussteigt.

Ich erkenne sie sofort und betrete mit ihr gemeinsam die Gaststätte, erst als ich sie an die Hand nehme
erschrickt sie leicht lässt sich dann aber zu einem Tisch geleiten. Ich bestelle Wasser und stelle mich vor.
Sie schaut skeptisch, prüfend und scheu, ist jedoch sofort bereit mit mir den Gastraum zu verlassen.

Auf dem Parkplatz beschließen wir gemeinsam, beim Bäcker gegenüber einen Tee zu trinken. Eine ältere Dame schaut uns fröhlich zu. Nach dem Tee wandeln wir gemeinsam über den Parkplatz. Sie lässt sich Küssen und in den Arm nehmen.
Ich spüre ihre schöne und erregende Figur.
Ich mache ihr den Vorschlag, mit ihrem Fahrzeug die Umgebung zu erkunden, was auch sofort umgesetzt wird. Während der Fahrt lege ich meine linke Hand auf ihren Oberschenkel, kein Protest, alles ist gut. ich bitte sie in den nächsten  Feldweg abzubiegen, was auch sofort geschieht. Dann halten wir an. Unsere Lippen finden sich und ich erkunde ihren Körper mit meinen Händen. Sehr schöne Titten. "magst Du meine Brüste?", Antwort; Du hast schöne Titten, ich mag so schöne Brüste.

Ich breche ab weil ich spüre, nun verliert sie die Kontrolle, ich will nicht weitergehen, obwohl ist fühle, ich kann jetzt alles haben..
Sie bringt mich zum Parkplatz der Raststätte zurück, wir verabschieden uns mit vielen feuchten Küssen und verabreden uns wieder zu treffen.

Dienstag, 20. September 2022

Wie nun

 Ich bin leise heute. Merkbar in Gesprächen und am Telefon. Als ob ich nicht mehr weiß, welcher Untergrund noch sicher ist

Gerade erst wieder angefangen mit dem Blog, ist er willkommenes Medium unangenehme Gedanken los zu werden. 

Bedingt durch den Vorfall mit seiner Frau fühle ich mich in dieser Situation immer unwohler. Weil ich nicht weiß, wie es sich entwickeln wird. Das macht etwas mit mir. Macht mich immer unsicherer. Und das ist ein Gefühl, mit dem ich nicht so gut umgehen kann. Von dem ich eigentlich möchte, dass es generell nicht vorkommt. Auch wenn mein Verstand sagt, dass es zum Leben dazu gehört 

Montag, 19. September 2022

Über die Geschwindigkeit

 Zugegeben, manchmal bin ich ein wenig schnell unterwegs. Meist innerhalb des gerade noch erlaubten Noch-Nicht-Geblitzt Rahmens. 

Im Juli habe ich dann einmal nicht so auf das Tempolimit und bin prompt in einer 70er Zone mit über 100 geblitzt worden. Und ich schwöre, ich hab das Schild nicht gesehen. So viel schneller wollte ich gar nicht sein - und warte jetzt auf die Geldstrafe.

Zu schnell geht es bei mir auch gerade mit den Gefühlen

Am Wochenende habe ich meinen Herrn gesehen und es waren sehr lustvolle und sehr nahe Stunden. Es ist wie ein Band mit mehreren Farben, dass dann zwischen uns gesponnen wird und aus meinem Inneren kommt. Es fühlt sich für mich einfach richtig an, ich bin in diesem Moment an genau der richtigen Stelle. Wie ein Musikstück, in dem sich verschiedene Elemente zu einem Ganzen vereinen, dass dann zusammen diesen einen Ton findet, den man nicht vergessen kann, weil es etwas Neues hervorbringt. Ich kann es schwer beschreiben

Und dann geht es rasend schnell zu einem anderen Moment, keine 48 Stunden später. Mein Herr schreibt mir, dass wir momentan keinen Kontakt haben können, seine Frau habe etwas mit bekommen. 

Ganz sicher brisant für ihn, das Gegenteil von angenehm und auch nicht gewünscht. Ich kann mir nicht ausmalen, was das bedeutet, wenn man in so einer Situation ist. Kann aber auch seine Frau verstehen, denn das haben wir wohl gemeinsam - dass wir diesen Mann lieben

Für mich wirft das Fragen auf, denn wie sehr liebt mich dieser Mann? Genug, um solchen Ärger auszustehen? Komme ich damit klar, dass es noch weniger Kontakt geben wird? Bin ich unfair, wenn ich denke, dass es für ihn nicht schwierig wäre? Oder ist es zu viel für ihn was da Zuhause passiert

Werde ich da auch meine Strafe bekommen? Weil ich zu schnell war. Die Tore in meinen Mauern zu schnell geöffnet habe und liebe?



Samstag, 17. September 2022

Vieles ist passiert

 Vieles....

Ist wohl momentan der passende Titel, denn es umschreibt einiges was seit meinem letzten Post in meinem Leben passiert ist

Für meine Mitmenschen am auffälligsten ist wohl der optische Unterschied in den vergangenen 12 Monaten. Ich habe ziemlich viel abgenommen und traue mich nach Zusprache durch meine Physiofee auch entsprechend kleinere Kleidung zu tragen. Ein ziemlicher Unterschied wird mir von meiner Umgebung gespiegelt. Ich selber sehe es nicht so gut. Nur manchmal, so wie gestern, sehe ich im Spiegel eine andere Frau. 

Mit Wickelpullover, der meine Taille zeigt und die Rundungen, die ich momentan einfach gut gelungen finde. Mich das aber nicht traue zu sagen, weil ich die Erwartungen spüre, dass da noch mehr verschwindet. Was auch gut wäre, aber ich mit dem bislang erreichten , eben nicht "nur zufrieden" bin, sondern ein wenig stolz darauf. Und hier gerade schön finde 

Viel ist auch im Beruf passiert, ich fühle mich sicher in dem was ich tue und brauche nun eine neue Herausforderung. Daher habe ich mich auf eine andere Stelle in einer anderen Stadt beworben. Naja, beinahe hätte ich mich nicht beworben, wenn mir mein Herr nicht die Zuversicht gespiegelt hätte. Montag war Bewerbungsende und Sonntag Abend hatte ich mich bis dahin erfolgreich vor dem PC gedrückt. Ich war mir in diesem Moment so unsicher, ob das wirklich richtig ist. Wäre das Arbeitsgebiet richtig, hätte die Bewerbung bei meinen Vorkenntnissen überhaupt eine Chance, ist es richtig umzuziehen?

Denn abgesehen von der beruflichen Chance in einer anderen Stadt, lebt in dieser Stadt auch mein Herr. Für mich ein wichtiges Kriterium, denn ich habe zu kämpfen, wenn wir uns gar nicht oder wenig sehen. Was mir eigentlich gar nicht passt. Dieses Gefühl, nicht zu wissen wie ich mich innerlich steuern kann, ist schwer zu beschreiben. Damit auch so wenig fassbar für mich.

Denn ich habe mich verliebt. In diesen Mann. In seine Dominanz, seine Intelligenz, seine Über-Legenheit, seine Schwächen und seine Fähigkeit meinen Körper zu beherrschen. Seine Möglichkeiten mir den benötigten Kopffick zu geben und nicht zuletzt seine Stärke zu sagen: Ich liebe Dich. 
Dabei merke ich, dass auch ihm das nicht leicht fällt.

Und da begannen meine Gedanken, dass ich ihm zu viel zumute, wenn ich so nah wäre. Und daran Hoffnungen erdenke, die vielleicht gar nicht gewollt oder machbar sind. 
Das wäre unfair und das möchte ich gerade ihm gegenüber nicht sein. 

Und doch erträumen mein Körper, die Hormone, mein Herz und Hirn diese Szenarien. Weil lieben für mich so umfassend und erhoffend ist. Weil ich gern glücklich bin

Schlussendlich habe ich die Bewerbung abgeschickt.