Freitag, 14. Oktober 2022

mal schauen

 Nachdem ich auf meine Bewerbung in der angekündigten Entscheidungswoche kein Feedback erhalten hatte, habe ich bei der Personalverantwortlichen angerufen. Langes Warten ist ja eh nicht so ganz mein Ding (was bei dem ein oder anderen Leser ein wissendes Kopfnicken hervorrufen könnte). 

Es ist leider nichts daraus geworden, da es zu viele andere Bewerber mit vorrangigem Anspruch gab. Einerseits Enttäuschung bei mir und andererseits Erleichterung. 

Oder wie Er meinte: Wer weiß, wofür es gut war.

Meine Chefin hatte ich vorher über die Bewerbung informiert und habe ihr deshalb auch die Absage mitgeteilt. Sie plant momentan die Übergabe des Teams an ihren Nachfolger, da sie in Mutterschutz gehen wird und war froh, dass ich erst einmal da bleibe. Daher konnte sie mich auch direkt wieder in die Schulung der neuen Mitarbeiter einplanen, was ich zugegeben sehr gern mache. Man kann so schön angeben, weil die Neuen ja noch nichts kennen ;-)

Einer der Nachteile ihres Weggangs ist die Aufteilung unseres Teams, bzw. der Abtritt von drei Kollegen an ein neu zu bildendes Team. Wir verstehen uns gut untereinander und so war es nicht überraschend, dass begeisterte freiwillige Meldungen komplett ausblieben. Auch ich möchte meine Lieblingskollegen nicht verlassen und so kündigte sie an, dass sie dann die Drei bestimmen und auf diejenigen in einem persönlichen Gespräch zukommen würde. 

Und heute bekam ich eine Mail von ihr, dass sie mich für nächste Woche zu einem einstündigen Mitarbeitergespräch einlädt ....
10 Sekunden später eine zweite Mail: "Es ist aber nichts Schlimmes, ganz im Gegenteil"

Und nun rätsele ich, was da passieren kann:

  • Mitteilung, dass ich das Team wechseln muss ("eine Chance für Dich")
  • eine neue Aufgabe, die in das Feld passt, in das ich wechseln möchte (mein Wunsch, aber leider sehr sehr unwahrscheinlich)
  • eine neue Beurteilung, die die Chance auf eine Stelle in einem anderen Bereich erhöhen würde (auch unwahrscheinlich, da es die Beurteilung dieses Jahr schon gab)
  • ein Lob, dass ich mich so hübsch um die Neuen kümmere? (braucht man dafür 1 Stunde?)


So gesehen ist Variante 1 leider am wahrscheinlichsten. Ich habe keine Ahnung.

Und das Blöde ist, man kann nach dem Gespräch nicht mal einen trinken gehen, ich muss nämlich bis 18 Uhr arbeiten. Mist ;-)

Ach ja, hatte ich eigentlich schon mal erwähnt, dass Abwarten so gar nicht zu meinem Talentprofil passt? Und jetzt muss ich - also: warten




Donnerstag, 6. Oktober 2022

Intensität

 Viele Eindrücke hat mein letztes Treffen mit meinem Herrn in Hamburg hinterlassen. Sehr intensive Momente und wie ich finde, auch eine sehr intensive Verbundenheit. 

Einer der Auslöser war der Besuch im T., einem SM Club. Mein Herr hatte mich vorher schon drei Mal mit dorthin genommen, einem kleinen Lokal mit einer besonderen Atmosphäre. Die wird vor allem durch die Besitzer und die Gäste erschaffen. Ein sehr lockerer Umgang, mit eindeutigem Verhalten. Es gibt die Möglichkeit verschiedene Räume diskret oder mit Zuschauern zu nutzen. Und die Gäste zeigen die ganze Vielfalt, die BDSM bedeuten kann.

Bei den ersten drei Besuchen war ich "da", fühlte mich geborgen bei meinem Herrn, hatte aber eher das Gefühl, dort als Besucherin zu sein.

Wie auf der Reeperbahn üblich, ziehen auch durch diese Bar die Reeperbahnführungen mit recht schillernden Touristenführern. Auch an diesem Abend ließen sich rund 15 Besucher das Konzept des Ladens erklären. Und man merkt die leicht aufgeladene Atmosphäre mit etwas Unsicherheit und Staunen.

Die Stammgäste lässt das sichtlich ungerührt, ich war mir beim ersten Besuch nicht sicher, wie ich mich fühle, da ich dort das erste Mal mein Halsband in der Öffentlichkeit trug. Mein Herr hatte es mir in der Bar angelegt und ich war einerseits stolz es als seine sub zu tragen, andererseits hatte ich den Eindruck, dass alle Welt darauf starrt. 

Mit meinem neuen schwarzen Halsband war ich dann schon selbstsicherer, aber das ist eine Geschichte für einen neuen Post.





An diesem Abend nun, waren wir vorher in der Boutique B. und mein Herr kaufte einen Plug, also einen Anfängerplug. Meine innere Aufregung stieg - mit jedem Schritt zur Kasse hin und dann den Weg zum T.

Kurz nach unserem Eintreffen kam eine Kieztour nach der Hausführung wieder zur Bar und das war das erste Mal, dass ich von "denen" und "uns" dachte. Ich saß sehr dicht neben meinem Herrn, mit unseren Händen auf dem Körper des anderen und gedanklich noch enger zusammen. Ein unglaublich intensives Gefühl, dass noch gesteigert wurde, als mein Herr mit mir in den 1. Stock ging. Ein leichtes Zögern von mir an der Tür des Zimmers, atmen und hinein gehen. Er weiß, was er tut - ich vetraue auf ihn. 

Dann seine leise und bestimmte Anordnung: "Beug dich vornüber, lehn Dich mit dem Oberkörper auf den Tisch. Tiefer"

Und dann der Plug zwischen meinen Lippen "leck ihn". Eine Hand, die mich reizt, meine Nässe spürt. Eine Hand, die mit dem Plug aus meinem Gesichtsfeld verschwindet, während ich mich immer noch vornüber beuge und dann das Gefühl, als er in mich gleitet. 

Ungewohnt, neu, irritierend und erregend. Und mit diesem Gefühl, ziehe ich mich auf das Geheiß meines Herrn wieder an. Etwas irritiert, weil ich dachte, dass es hier ungestört noch etwas weiter geht. Doch wie immer hat mein Herr das bessere Gespür für die Situation und mich. 

Sein leises "jetzt besitze ich dich auch dort und du spürst mich bei jedem Schritt" sickert in meinen Kopf. Und bei jedem Schritt die Treppe hinunter spüre ich ihn deutlich, den Plug und meinen Herrn. Als wir vor den Barhockern stehen, bin ich mir sicher, dass ich mich "so" nicht setzen kann. Auf gar keinen Fall
Das Lächeln meines Herrn zeigt, dass er meinen Gedanken liest: "Setz Dich hin" und ich versuche möglichst schwebend auf den Barhocker zu gelangen. Die ganze Zeit mit dem Bewusstsein, dass der Plug in mir ist. "Wenn es dir zu viel ist, kannst du ihn auch raus nehmen" Ich zögere, möchte die Erfahrung aber weiter erleben. 

Noch während dieser Gedanken betritt ein anderes Paar die Bar. Auf Grund der Reaktionen der anderen Gäste würde ich meinen, dass sie dort bekannte Gesichter sind. Erst als der Mann seinen Mantel auszieht, kann man sehen, dass er einen Netzanzug und eine dazu gehörige Gesichtsbedeckung trägt. Die beiden setzen sich diagonal von uns an die Bar und sind miteinander dort genauso intensiv beisammen, wie wir hier drüben. Und es entsteht eine ganz besondere Stimmung dort drüben. Seine Partnerin, ist deutlich die Herrin der Situation. Ohne große Gesten. Es ist deutlich. Sie haben sofort dieses Machtgefälle, dass man spürt ohne daran teilzuhaben. 

Plötzlich gibt sie ihm eine Ohrfeige und beide genießen deutlich die Erotik des Augenblicks. Aber nicht allein. Auch mich erregt die Situation, noch mehr als mein Herrn seine Hand bewusst um meinen Hals legt und meinen Mund zu ihm dreht. Mich lang und tief küsst, meinen Mund mit Zunge und Lippen erorbert. Leicht zudrückt. Ich wieder diese Gänsehaut bekomme und mich ihm hingebe. Weil er mein Herr ist.






Montag, 3. Oktober 2022

Über Veränderungen

 Ich hatte es ja schon einmal angesprochen: Es gab in den letzten Jahren einige tiefgreifende Veränderungen bei mir.


Meine Entdeckung, dass ich nicht nur devot bin sondern auch den starken inneren Drang verspüre es auszuleben. Dass mich eine verantwortungsvolle Art von Sadismus mir gegenüber (ja, das gibt es) mich anmacht, mich erotisch reizt. Direkter ausgedrückt, ich werde direkt feucht


Meine große Gewichtsveränderung, der ich manchmal überrascht gegenüber stehe. Weil ich sie erst realisiere, wenn ich plötzlich in anderen Kleidergrößen bestellen muss- weil sonst alles rutscht und große Falten wirft.

Ich sehe die Sachen auf Fotos und denke mir immer noch. Oh schade, sieht gut aus, aber leider nicht meine Größe. Und dann wird mir bewusst, dass ich es wirklich nicht kaufen sollte - aber weil es zu groß ist. Meinen Stil zu finden, der zu dieser Figur passt, ist momentan noch ein Ausprobieren und vorsichtiges Erkunden. Denn ich weiß manchmal nicht, ob es mir wirklich steht oder ob ich einfach Spaß daran habe, dass es eng anliegt. 


Und dann die Entscheidung, keinen Hund mehr bei mir zu haben. Knapp 25 Jahre habe ich mit mindestens einem Hund zusammen gelebt. 
Nun lebt mein letzter Hund bei jemand anderem, weil ich ihr nicht mehr gerecht werden konnte. Zu viel Zeit im Büro und auf dem Arbeitsweg.

In ihrem neuen Zuhause geht es ihr sehr sehr gut. Die neue Besitzerin schickt mir immer wieder Fotos und kleine Berichte, was mich beruhigt. Heute kam eine Nachricht, dass sie zusammen an der Nordsee sind. Was mir die Tränen in die Augen schießen ließ. Weil das der kleinen E ganz sicher unheimlich viel Freude macht und ich mich für sie freue. Aber auch, weil ich das immer mit ihr vorhatte, aber nie verwirklichen konnte. Und es gern mit ihr erlebt hätte