Freitag, 23. September 2022

Von der Miss: Am Anfang war ein Blind Date

 Wie so oft ist meine Neugierde, ich meine mein Wissensdurst dafür verantwortlich, dass ich mich mal wieder in eine, nunja, für mich ungewohnte Lage gebracht hatte. 

Ein paar Tage zuvor hatte ich mich in einem speziellen "Fach-Forum" angemeldet, das mich in seiner Eindeutigkeit zuerst ziemlich abgeschreckt hatte. Aber ich war heftig angeteasert von dem, was ich mir bis dahin unter BDSM so vorstellte. Vor allem meine Hormone machten sich da deutlich bemerkbar und mein Kopfkino brannte lichterloh. Noch ziemlich versteckt sprach das alles etwas in mir an, dass mich drängte mehr zu erfahren ... zu erleben.

Nach zwei, drei vorsichtigen Versuchen mich einzulesen, passierte das, was einem in Foren eigentlich immer passiert: Die verlorensten Seelen schreiben die "Neue" an und versuchen die Beute zu sichern, bevor andere auf der Bildfläche erscheinen. Und entschuldigt Jungs, aber bestimmte Nicknames sind belustigender, als ihr vermutet. Sowohl LongJohn450 als auch Porschefahrer sagten mehr über sich aus, als der ganze Text, den sie von sich ließen.

Auch Mails die mit "In den Staub Sklavin" oder "Dir werde ich es besorgen" begannen, fielen eher in die Abteilung ungewollter Humor.

Aber es gab auch die Mails, die mich verlockten zu antworten, auszuloten, was mir gefallen könnte. Und vor allem wer mir gefallen könnte. Nicht optisch, sondern wer diese Dominanz, Fantasie und die nötige Intelligenz haben könnte. Also jemand, der mir nicht nur gewachsen ist sondern der mir überlegen ist. Und Humor hat, viel Humor. Denn jeder, der mich kennt, weiß: den würde er brauchen

Natürlich habe auch ich die Userdatei durchsucht. Mit Hilfe eines Forenprogramms, dass bei Interesse die unverdächtige Meldung verschickt, ob da ein Kontakt erwünscht sei.

Und so wurde ein paar Bilder später ein ziemlich interessantes Profil vorgeschlagen. Groß gewachsener Mann (immer noch ein Punkt, den ich so sexy an ihm finde) also schon daher die Möglichkeit zu ihm aufzublicken. Die Beschreibung schien Eloquenz und Intelligenz zu zeigen, außerdem Erfahrung.

Also mein einziges Mal, wo ich den Knopf drückte, "Passt" und damit war meine Anfrage raus. Dass daraus dann eine Begegnung in der Realität werden würde, hätte ich da nicht gedacht. Wie immer mein Ding mit dem "zündeln, bis es dann doch brennt" 

Und so waren wir ein paar Tage später verabredet. Stunden vorher die Gedanken, ob ich wirklich hinfahren soll? Was ist, wenn das Ganze nicht ganz ungefährlich ist, sich mit einem Fremden zu treffen ist nicht immer so gut. Das Treffen sollte in einem Autobahnrasthof stattfinden, also mit vielen Menschen drum herum. Trotzdem verließ mich mein Mut ein wenig. Aber dafür wurde meine Neugierde immer größer, die Aussicht etwas zu beginnen, das mich unglaublich reizte

Und ich hatte es versprochen und ich mochte auch niemand umsonst warten lassen.

Also hin, tief atmen während der Fahrt (und für Leser, die mich kennen: Nein, ich war nicht viel zu schnell unterwegs! Nur ein wenig...) und dann auf den Parkplatz einbiegen - halten - ausatmen. Blutdruck vermutlich in schwindelerregenden Höhen und die Augen überall. Woher könnte er kommen, und dann - kommt er denn überhaupt?

An die erste Minute kann ich mich gar nicht mehr erinnern, erst als wir in den Gasthof gehen, schaltet sich mein Hirn wieder an. Ich fühle mich unglaublich nervös, scheu, unsicher und mal wieder - neugierig. Was könnte, was wird passieren? Und so lässt mich seine erste Berührung auch ungewollt zusammenschrecken. Im Gespräch die ersten Beobachtungen 

Und bereits in diesen ersten Minuten das Gefühl einer unterschwelligen, aber sehr präsenten Dominanz. Elegant verpackt wie in einem Handschuh, mit spürbarer Festigkeit darunter. In meinem Fall sehr verführerisch. In dieser Form hatte ich das noch nie erlebt, beobachtet oder gefühlt.

Auf seinen Vorschlag wechseln wir in ein gegenüberliegendes Cafe und von dort zu einer kurzen Fahrt ins Auto. Nach Anweisung fahre ich auf einen Feldweg, stoppe und das verbale Kennenlernen setzt sich mit den Händen fort. Wobei seine Hände sichtlich Freude an meinem Busen haben, so dass sich meine Neugierde und Humor gegen meine Nervosität durchsetzen und ich einfach mal frage, ob sie ihm gefallen?

Es ist auch Ablenkung, denn ich merke dass sich meine Libido nicht unbedingt zurückhält. Leicht ansprechbar die Gute. Mein Korper reagiert eindeutig auf seine Berührungen. Allein meine Nippel zeigen durch ihre plötzliche Härte, wie es mir geht. Und das fällt nicht nur mir auf. Ich merke, das mich dieser Mann und seine Dominanz sehr ansprechen. Im übrigen etwas, dass sich stetig weiter entwickelt hat. Wie vieles andere

Bereits da hat er die Fähigkeit auch meinen Kopf zu beschäftigen

Donnerstag, 22. September 2022

Von Ihm: Am Anfang war ein Blind Date

 


...das war bekannt und das was Interessantes im Kopf war. 

Meine Meinung dazu: geradeaus kann jeder, aber Kurventechnik ist nur etwas für Könner.

Ort war eine Raststätte an der Autobahn. Ich traf etwa 10min vor der verabredeten Zeit ein.
Ich warte auf dem Parkplatz vor der Tür, nicht um zu flüchten sondern um zu sehen was und wer wo aussteigt.

Ich erkenne sie sofort und betrete mit ihr gemeinsam die Gaststätte, erst als ich sie an die Hand nehme
erschrickt sie leicht lässt sich dann aber zu einem Tisch geleiten. Ich bestelle Wasser und stelle mich vor.
Sie schaut skeptisch, prüfend und scheu, ist jedoch sofort bereit mit mir den Gastraum zu verlassen.

Auf dem Parkplatz beschließen wir gemeinsam, beim Bäcker gegenüber einen Tee zu trinken. Eine ältere Dame schaut uns fröhlich zu. Nach dem Tee wandeln wir gemeinsam über den Parkplatz. Sie lässt sich Küssen und in den Arm nehmen.
Ich spüre ihre schöne und erregende Figur.
Ich mache ihr den Vorschlag, mit ihrem Fahrzeug die Umgebung zu erkunden, was auch sofort umgesetzt wird. Während der Fahrt lege ich meine linke Hand auf ihren Oberschenkel, kein Protest, alles ist gut. ich bitte sie in den nächsten  Feldweg abzubiegen, was auch sofort geschieht. Dann halten wir an. Unsere Lippen finden sich und ich erkunde ihren Körper mit meinen Händen. Sehr schöne Titten. "magst Du meine Brüste?", Antwort; Du hast schöne Titten, ich mag so schöne Brüste.

Ich breche ab weil ich spüre, nun verliert sie die Kontrolle, ich will nicht weitergehen, obwohl ist fühle, ich kann jetzt alles haben..
Sie bringt mich zum Parkplatz der Raststätte zurück, wir verabschieden uns mit vielen feuchten Küssen und verabreden uns wieder zu treffen.

Dienstag, 20. September 2022

Wie nun

 Ich bin leise heute. Merkbar in Gesprächen und am Telefon. Als ob ich nicht mehr weiß, welcher Untergrund noch sicher ist

Gerade erst wieder angefangen mit dem Blog, ist er willkommenes Medium unangenehme Gedanken los zu werden. 

Bedingt durch den Vorfall mit seiner Frau fühle ich mich in dieser Situation immer unwohler. Weil ich nicht weiß, wie es sich entwickeln wird. Das macht etwas mit mir. Macht mich immer unsicherer. Und das ist ein Gefühl, mit dem ich nicht so gut umgehen kann. Von dem ich eigentlich möchte, dass es generell nicht vorkommt. Auch wenn mein Verstand sagt, dass es zum Leben dazu gehört 

Montag, 19. September 2022

Über die Geschwindigkeit

 Zugegeben, manchmal bin ich ein wenig schnell unterwegs. Meist innerhalb des gerade noch erlaubten Noch-Nicht-Geblitzt Rahmens. 

Im Juli habe ich dann einmal nicht so auf das Tempolimit und bin prompt in einer 70er Zone mit über 100 geblitzt worden. Und ich schwöre, ich hab das Schild nicht gesehen. So viel schneller wollte ich gar nicht sein - und warte jetzt auf die Geldstrafe.

Zu schnell geht es bei mir auch gerade mit den Gefühlen

Am Wochenende habe ich meinen Herrn gesehen und es waren sehr lustvolle und sehr nahe Stunden. Es ist wie ein Band mit mehreren Farben, dass dann zwischen uns gesponnen wird und aus meinem Inneren kommt. Es fühlt sich für mich einfach richtig an, ich bin in diesem Moment an genau der richtigen Stelle. Wie ein Musikstück, in dem sich verschiedene Elemente zu einem Ganzen vereinen, dass dann zusammen diesen einen Ton findet, den man nicht vergessen kann, weil es etwas Neues hervorbringt. Ich kann es schwer beschreiben

Und dann geht es rasend schnell zu einem anderen Moment, keine 48 Stunden später. Mein Herr schreibt mir, dass wir momentan keinen Kontakt haben können, seine Frau habe etwas mit bekommen. 

Ganz sicher brisant für ihn, das Gegenteil von angenehm und auch nicht gewünscht. Ich kann mir nicht ausmalen, was das bedeutet, wenn man in so einer Situation ist. Kann aber auch seine Frau verstehen, denn das haben wir wohl gemeinsam - dass wir diesen Mann lieben

Für mich wirft das Fragen auf, denn wie sehr liebt mich dieser Mann? Genug, um solchen Ärger auszustehen? Komme ich damit klar, dass es noch weniger Kontakt geben wird? Bin ich unfair, wenn ich denke, dass es für ihn nicht schwierig wäre? Oder ist es zu viel für ihn was da Zuhause passiert

Werde ich da auch meine Strafe bekommen? Weil ich zu schnell war. Die Tore in meinen Mauern zu schnell geöffnet habe und liebe?



Samstag, 17. September 2022

Vieles ist passiert

 Vieles....

Ist wohl momentan der passende Titel, denn es umschreibt einiges was seit meinem letzten Post in meinem Leben passiert ist

Für meine Mitmenschen am auffälligsten ist wohl der optische Unterschied in den vergangenen 12 Monaten. Ich habe ziemlich viel abgenommen und traue mich nach Zusprache durch meine Physiofee auch entsprechend kleinere Kleidung zu tragen. Ein ziemlicher Unterschied wird mir von meiner Umgebung gespiegelt. Ich selber sehe es nicht so gut. Nur manchmal, so wie gestern, sehe ich im Spiegel eine andere Frau. 

Mit Wickelpullover, der meine Taille zeigt und die Rundungen, die ich momentan einfach gut gelungen finde. Mich das aber nicht traue zu sagen, weil ich die Erwartungen spüre, dass da noch mehr verschwindet. Was auch gut wäre, aber ich mit dem bislang erreichten , eben nicht "nur zufrieden" bin, sondern ein wenig stolz darauf. Und hier gerade schön finde 

Viel ist auch im Beruf passiert, ich fühle mich sicher in dem was ich tue und brauche nun eine neue Herausforderung. Daher habe ich mich auf eine andere Stelle in einer anderen Stadt beworben. Naja, beinahe hätte ich mich nicht beworben, wenn mir mein Herr nicht die Zuversicht gespiegelt hätte. Montag war Bewerbungsende und Sonntag Abend hatte ich mich bis dahin erfolgreich vor dem PC gedrückt. Ich war mir in diesem Moment so unsicher, ob das wirklich richtig ist. Wäre das Arbeitsgebiet richtig, hätte die Bewerbung bei meinen Vorkenntnissen überhaupt eine Chance, ist es richtig umzuziehen?

Denn abgesehen von der beruflichen Chance in einer anderen Stadt, lebt in dieser Stadt auch mein Herr. Für mich ein wichtiges Kriterium, denn ich habe zu kämpfen, wenn wir uns gar nicht oder wenig sehen. Was mir eigentlich gar nicht passt. Dieses Gefühl, nicht zu wissen wie ich mich innerlich steuern kann, ist schwer zu beschreiben. Damit auch so wenig fassbar für mich.

Denn ich habe mich verliebt. In diesen Mann. In seine Dominanz, seine Intelligenz, seine Über-Legenheit, seine Schwächen und seine Fähigkeit meinen Körper zu beherrschen. Seine Möglichkeiten mir den benötigten Kopffick zu geben und nicht zuletzt seine Stärke zu sagen: Ich liebe Dich. 
Dabei merke ich, dass auch ihm das nicht leicht fällt.

Und da begannen meine Gedanken, dass ich ihm zu viel zumute, wenn ich so nah wäre. Und daran Hoffnungen erdenke, die vielleicht gar nicht gewollt oder machbar sind. 
Das wäre unfair und das möchte ich gerade ihm gegenüber nicht sein. 

Und doch erträumen mein Körper, die Hormone, mein Herz und Hirn diese Szenarien. Weil lieben für mich so umfassend und erhoffend ist. Weil ich gern glücklich bin

Schlussendlich habe ich die Bewerbung abgeschickt.

Samstag, 12. Juni 2021

Hunde reloaded

 Es ist ca. 1 Jahr her, dass ich das letzte Mal Welpentraining gegeben habe. 

Und es ist wie immer, ich freue mich sehr darauf, dass Menschen mir vertrauen, dass ich sie und ihre Welpen in den ersten Monate begleite und vorbereite. Um so mehr, weil heute eine Freundin mit ihrem dritten Welpen dabei ist. 

Nach dem Training unterhalten wir uns und aus dem Vertrauen mir ihren Welpen anzuvertrauen kommt auch das Vertrauen über private Sachen zu sprechen. Und ich habe es sehr genossen, bei dem milden Wetter mit freundlichen Menschen nach dem Training draußen zu sitzen und ohne Zeitdruck die Landschaft und die Gelassenheit zu genießen. 

Wir haben überlegt, beim nächsten Training danach zu einem Biergarten an der Weser zu fahren. Ich liebe es mit einem Radler im Schatten zu sitzen, wenn man vorher in der Sonne trainiert hat. Es ist so entspannend und mit den richtigen Leuten kann man da Stunden verbringen. Etwas, dass ich auch einmal gern mit meinem Herrn tun würde


In solchen Momenten vermisse ich Cendrea, weil sie mich so gut abgeschirmt hat, wenn ich ein wenig Abstand gebraucht habe. Sie hat sich ganz unauffällig quer vor mich gesetzt und hat damit Distanz geschaffen. Ich hab sie heute mehr vermisst.

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Montag, 8. Februar 2021

2021 die ersten zwei Monate

 08.02.2021

Mein Herr hat heute mit mir telefoniert und im Laufe des Gesprächs kamen wir auf verschiedenes zu sprechen. Nicht alles einfach. 

Aber es wird mir vermutlich auch einiges erleichtern, so zum Beispiel “Bitte” zu sagen. Auch weil ich weiß, dass er es sich wünscht und das allein ausreicht, um in mir den Wunsch zu wecken, es für ihn zu tun. Und mich zu entwickeln.

In anderem 



07.02.2021

Die letzten drei Tage dieser Woche waren dunkel, sehr dunkel. Vor allem abends, denn ausnahmsweise habe ich jeden Abend bis 18 Uhr gearbeitet. Und ausgerechnet Mittwoch taute der Schnee. Ist ja normalerweise nicht schlimm, aber das Risiko von Reh- und Damwild, das die Straße kreuzt, steigt enorm. Also bin ich auf dem Rückweg recht langsam gefahren, was den Fahrer hinter mir wohl genervt hat, so dass er ziemlich nah auffuhr. Glücklicherweise nicht, als wirklich ein Rudel Damwild am Straßenrand das frei gewehte Gras fraß. So viele Tiere auf einmal hatte ich, außer im Gehege, noch nicht gesehen. Über knapp 100 m säumten sie im Scheinwerferlicht den Weg. 

Etwas überrascht bin ich auch die nächsten Kilometer vorsichtiger gefahren, prompt stand ein Hungersprung Rehe knapp hinter der nächsten Ortschaft. Im Dunkeln fahre ich ohnehin nicht so gern, aber an dem Abend hatte ich gar keine Lust mehr.


Freitag hatte ich das Gefühl, dass nur noch eine Kollegin und ich um 18 Uhr im Gebäude waren. Überall waren schon die Lichter aus und nur die Notbeleuchtung im Flur schien noch, ziemlich einsam, wenn alle anderen im Home Office sind. 


Am Samstag gab es eine Dokumentation über ein Urlaubsgebiet, das durch Corona ökonomisch völlig zusammenbricht, weil alles nur auf dem Tourismus basierte. 

Das erinnerte mich an die Monokulturen, die früher viel in Wäldern gepflanzt wurden und die extrem anfällig für Schädlinge oder Wetter sind.

Genau wie große Viehbestände oder anderen Pflanzenkulturen. Alles was nur auf einem Standbein ruht, zu einseitig ist, hat bei Schwierigkeiten kaum eine Chance.

Und jetzt zu dem, was es mit diesem Tagebuch zu tun hat: Wenn meine Beziehung zu meinem Herrn nur auf einem Aspekt beruhen würde, hätten wir in der Corona Zeit kaum eine Chance gehabt. Aber es ist mehr als nur Sex, nur “ich-mag-Dich” und mehr als die Freude an einem intelligenten Gesprächsparter, mehr als ein dominantes oder behütendes Gegenüber. Glück gehabt 



30.01.2021

Über den Tag

Donnerstag habe ich meinen längsten Tag, 06.45 Uhr aus dem Haus und 19.15 Uhr wieder zu Hause. 10 Stunden PC und Telefon, da freue ich mich über jeden gut gelaunten Gesprächspartner und wenn ich nicht allein im Büro sitze.

Diesen Donnerstag habe ich mal gemerkt, wenn nicht alles passt. Meine Kollegen waren alle spätestens um 16.00 Uhr weg und direkt morgens hatte ich bei meinem ersten Anruf schon eine, na sagen wir, schlecht aufgewachte Anruferin. 

Im Rückblick kann ich sagen, dass ich jetzt weiß, was mich am meisten verzweifeln lässt - wenn bei den Leuten der viel zu warme Winter die Gehirne heiß laufen lässt. Himmel!

Gerichtlich bestellte Betreuer, also bezahlte, die einfachste Briefe nicht verstehen und in Klienten dadurch in Bedrängnis bringen.

Oder folgende Geschichte: Kunde erkundigt sich, ob sein Geld überwiesen worden sei. Die Nachforschungen ergeben, dass es in diesem Monat nichts daraus wird, weil er keinen Antrag abgegeben hat. Wenn wir nicht wissen, dass er Hilfe braucht, können wir auch nicht helfen. Er versuchte mir nun glaubhaft zu erzählen, dass er bereits vor 14 Tagen seine Unterlagen in den Briefkasten vor dem Amt eingeworfen habe (Anmerkung: Der ist ca. 1 m hoch und wird jeden Tag mindestens drei Mal entleert, damit er alle Post fassen kann).

Am Mittwoch habe er bereits nach der Zahlung gefragt und als die Antwort negativ war, sei er nochmals zum Briefkasten gegangen und habe den Brief heraus gezogen, der hätte ganz oben gelegen. Den Antrag hätte er dann eingescannt und uns zugemailt.

ah ja

Nach 14 Tagen liegt so ein Brief noch im Kasten und ganz oben

so so

Ich habe dann nachgefragt, ob der Security Dienst , der neben dem Eingang steht, nicht versucht hätte, ihn davon abzuhalten im Briefkasten zu fischen. Nein, die hätten nichts gesagt.

ah ja

Dann hilft nur noch Sarkasmus: Also habe ich mich höflich bedankt, dass er uns auf die mangelnde Kastenentleerung informiert hätte und wir würden ab sofort aufmerksamer sein.

Hat aber nicht geholfen

Er hat es nicht verstanden und ich fand immer noch, dass es eine Beleidigung meiner Intelligenz war, so ein Ding zu versuchen


In dem Stil ging es weiter.


Um so mehr fällt dann ins Gewicht, wenn mein Herr zu spüren scheint, wie es mir geht und kleine Nachrichten eine große Wirkung haben.


Ich bin bei Dir, hdl, Kuss


Das hat mir in dem Moment so sehr geholfen und mir viel bedeutet - Danke


24.01.2021

Über den Tag

Während der Woche habe ich nicht oft die Ruhe Mails mit Menschen zu schreiben, die mehr Zeit in Anspruch nehmen

Also mache ich so etwas gern am Wochenende, so auch heute. Meiner liebsten Freundin ist der zweite Hund gestorben und ich weiß, dass sie dann nicht telefonieren mag. Schriftlich finde ich es sehr schwer die richtigen Worte zu finden, aber da kämpfe ich mich durch.

Birgit K. hat heute Abend angerufen und wir haben etwa 1,5 Stunden gebraucht, um die jeweils andere wieder auf den aktuellen Stand zu bringen. Und zu planen, endlich ein Wiedersehen zu planen. Sie ist einer der wenigen Menschen, bei denen mein Hirn in angenehme Tätigkeit übergeht, das macht die Zeit mit ihr unter anderem so wertvoll.




23.01.2021

Über den Tag

Heute war es ein recht komatöser Tag, ich habe bis 15.30 Uhr geschlafen, ausgeschlafen. Danach aufgeräumt, geputzt und neu eingeräumhab

Die anderen hat sie am Freitag im Skype Chat informiert.


Und dann ist da noch der andere Weg, den mein Herr gerade verfolgt. Fordernder, direkter. Ich werde das tun, was er gesagt hat, es erleben. Ich merke dabei auch, dass ich mich sicher fühle wenn er dabei schreibt “Kuss, dann werden wir das ausbauen um zum Einen das Gänsehautgefühl zu steigern und zu verlängern und dann wieder einen gefühlvollen, kleinen Schritt zu machen”


Das mit den Gefühlen ist bei mir notwendig, das merke ich. Und so wie ich ihn einschätze, wusste er es bereits vor mir.



22.01.2021

Ein Zitat, das mein Herr gefunden und mir geschickt hat. Das zu uns passt, wie ich finde



"Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen,

gib´mir nicht, was ich mir wünsche,

sondern was ich brauche.

Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte"

Antoine de Saint-Exupery



13.01.2020

Ich mag die Telefonate mit meinem Herrn sehr. Seine Stimme, die Dinge, die er sagt. Die Welterfahrung, die aus seiner Sicht der Dinge spricht. Die Belesenheit, seine sexuelle Erfahrung und Lust, sein Humor

Es ist notwendiger Input für meinen Kopf (und wohl auch für mein Herz), den ich genauso brauche wie ich den Sex und seine Dominanz genieße.

Wir sprachen heute über vieles, so dass ich noch genug zu Denken habe.

Und mein Gefühl, als das Telefonat beendet ist: hdl




09.01.2021

Das Jahr ist noch gar nicht so alt, aber ein wenig ist schon passiert.

Mein Auto hat sich still und leise verabschiedet, Zahnriemen gerissen, wirtschaftlicher Totalschaden. Auf dem Weg zur Arbeit ging plötzlich der Motor aus und ich musste den ADAC anrufen. Was bin ich froh, dass ich dort Mitglied bin. Allerdings scheine ich nicht der einzige Autofahrer auf Gottes Erdboden zu sein (Überraschung) denn schon die erste Information zur Wartezeit betrug 60-90 Minuten. Eigentlich wollte ich niemand um Hilfe fragen, aber nach einer Stunde wurde es einfach zu kalt im Auto und ich habe Rebecca gebeten, mich abzuholen. Und ich habe einfach ein Riesenglück, dass sie Zeit hatte und mich zurück gefahren hat. Der Wagen wurde direkt zur Werkstatt gebracht und am nächsten Tag gab es dann die ungute Nachricht, dass der Wagen nicht mehr zu retten ist.


Hat mich erst einmal richtig runter gezogen, was mir im Hintergrund Sicherheit gab, war die vorausschauende Hilfe meines Herrn. Natürlich auch wegen der Summe an sich, aber vor allem, weil da jemand ist, der an mich gedacht hat, was mir dann Rückhalt gibt. 


Trotzdem waren die nächsten beiden Tage nicht besonders von Optimismus geprägt, was ich wohl, trotz Anstrengung, ausgestrahlt hatte. Am Freitag hatte mich Claudia hier abgeholt, damit ich zur Werkstatt kam (Auto ausräumen und Papiere zur Abmeldung abgeben) und Einkaufen konnte. Claudia und Stefan waren dann auch so lieb und haben in Celle ein Auto angesehen, dass ich wohl kaufen werde.

Und Stefan rief an und meinte, dass ich wohl etwas “Schönes zur Aufmunterung” brauchen würde und lud mich für ein Sonntag Abend Essen ein. Da ich weiß, wie gut er kochen kann, habe ich meinen Herrn um Erlaubnis gebeten.



01.01.2021

Lernidee für Januar