Dienstag, 31. Oktober 2023

Single - irgendwie

 Wenn mich etwas begeistert, kann ich in Gesprächen sehr mitreißend sein. Meine Zuhörer mitnehmen, neugierig machen und den Wunsch erwecken mehr zu erfahren.

Meist ist dies ein guter Weg, aber bei einer Sache zeigen sich gerade die Schattenseiten.

In meinem Freundeskreis habe ich aus lauter Begeisterung auch über Ihn erzählt. Wie Sie sich vielleicht denken könne, nicht so ganz realitätsgetreu. Also weder die BDSM Basis, noch die Tatsache, dass er verheiratet ist. Und ich nicht mehr als seine Geliebte (und bei diesem Satz höre ich meinen eigenen Atem, der mir dabei tief aus dem Herzen kommt). 

Da ich aber so begeistert über Ihn spreche, kommen jetzt die Folgen. Meine Freunde möchten ihn selber erleben, kennenlernen. Hm

Ich hatte von seinen Führungen durch Hamburg erzählt, von meiner Begeisterung, seinem Wissen und Enthusiasmus. Also kam die Frage, ob er sie beim nächsten Besuch auch einmal herumführen würde. Hm

Am Wochenende wollte eine meiner Freundinnen nach Hamburg kommen und meinte, dass sie Ihn gern einmal kennenlernen würde. Als ich dann fragte, meinte er vorsichtig, er wisse noch nicht, ob das terminlich klappen würde. Und warum K. ihn überhaupt kennenlernen wolle? 

Heute dann unter anderem seine Antwort dazu, dass er leider an diesem Termin nicht könne. 

Irgendetwas fühlte sich an Seiner Antwort anders an und um nicht wieder in eine Gedankensackgasse zu geraten, habe ich dieses Mal direkt nachgefragt:

"weil ich versprochen habe, mir nicht zu viele Gedanken zu machen, ohne zu fragen, gebe ich mir erst mal einen kleinen Schubs: Habe ich den richtigen Eindruck, dass Du Dich nicht ganz wohl gefühlt hast, dass K. Dich gern einmal treffen würde? Da ich das nachfühlen kann, wollte ich Dich fragen, ob das ein genereller Wunsch von Dir ist, da lieber keine Freunde von mir kennenzulernen? Denn dann hätte ich eine Lösung gefunden, ohne dass ich lügen müsste - was ich gern vermeiden würde. Ich hatte mir überlegt, dass die Neugierde meiner Freunde ja nur dadurch entsteht, dass ich von Dir erzähle. Wenn Du also sozusagen gar nicht existierst, ich Dich nicht erwähne, gibt es auch keine Nachfragen. Wäre das eine Lösungsmöglichkeit für Dich?"

Zwei Antwortmöglichkeiten gab es in meinem Hirn von seiner Seite dazu:

  • Ja, ist mir lieber (weil es dann weniger Möglichkeiten gibt, dass es raus kommt)
  • Nein, warum willst Du Dich nicht zu mir bekennen?

Mit Seiner Antwort bin ich nun zwar weiter, aber nicht besonders glücklich (jahaa, ich weiß, die Leute müssen nicht alle so denken wie ich. Aber es wäre doch so viel einfacher. Also für mich. Irgendwie)

"Liebste, Du findest schon den richtigen Weg. Ich hab keine Probleme mit Deinen Freundinnen. Kuss
Ich liebe Dich"

Hm
Mein Fazit also: Ich erzähle nichts von einem "Freund". Dann muss ich auch nicht lügen, wenn es darum geht, warum er nicht da ist, wir nicht zusammen wohnen, usw.
Möchte nämlich nicht lügen. Ist mir zu umständlich 
Dann bin ich offiziell und irgendwie ja auch so Single



Freitag, 22. September 2023

Mails

 

So etwas im Büro lesen und dann den Absender nicht küssen können. 





Sonntag, 17. September 2023

So schnell

 Zur Zeit sehe ich viel Neues und erlebe auch viel Neues.


Kein Wunder: neue Stadt, neue Wohnung, Nachbarn, Kollegen, Arbeitsweg, Supermärkte, Büro







Morgens habe ich dann eine solche Aussicht auf dem Arbeitsweg





Alles neu. Alles anders.

Und ich sehe Ihn mehr. auch anders, denn wir haben Zeit. Und das führt zu einer neuen Art von Begegnung, Kennenlernen und Genießen. Betrifft nicht nur den Sex sondern auch das Herz und das Hirn. Immer wieder erstaunt es mich, welche neue Facette erscheint und wie viel farbiger es wird.

Im Büro läuft es noch nicht ganz. Die zweite Woche bin ich jetzt da, hatte zwei Skype Schulungen in denen es nur um organisatorisches ging. Hab 5 mal bei meinem Paten hospitiert und genau da liegt mein derzeitiges Problem. Er macht diesen Patenjob jetzt seit 07/2022 ununterbrochen und hat zuhause privaten Arbeitsstress. Keine Ahnung, ob das der Grund ist, aber ich habe den Eindruck "ich störe".

Innerhalb von 6 Monaten entscheidet es sich, ob ich für den Job die Richtige bin. Daher möchte ich lernen. So effizient wie möglich. 

Als ich also Freitag vor meiner Skype Schulung noch 1,5 Stunden Zeit hatte, wollte ich bei meinem Paten hospitieren. Der war aber nicht in seinem Büro, also habe ich gewartet. Nach einer halben Stunde habe ich ihn dann gesucht und gefunden. Er war in einer Unterhaltung mit einer Kollegin, drehte sich zu mir um und meinte, dass ich doch gleich ein Seminar hätte. "naja, aber erst in einer Stunde, vorher könnte ich ja bei seinem Besucher hospitieren?"
Der sei ja nicht gekommen, war seine Antwort und er drehte sich wieder weg.

Zurück in meinem Büro habe ich überlegt, warum mich das so stresst. Einerseits vermutlich, weil ich es gwohnt bin keinen Leerlauf zu haben, sondern durchzuarbeiten. Zeit effizient zu nutzen und keine Minute zu verschwenden. Andererseits habe ich als Pate selber darauf geachtet, meine Patenkinder zu betreuen, zu zeigen, dass sie wichtig für die Firma sind. Das war auch Inhalt der Patenschulung und ich habe wohl diese Erwartung auch hier in der neuen Stelle gehabt.

Konsequenz für mich, nach einigem Nachdenken: Ich werde mich selber um alles kümmern und mir einen eigenen Schulungsplan machen. Impulse von meinem Paten aufnehmen und weiter verfolgen, aber nicht damit rechnen, dass alles Notwendige irgendwann kommen wird.
Außerdem mir selber (und damit vermutlich auch anderen) nicht so einen Zeitstress machen.

Dienstag, 29. August 2023

Von den Vorteilen in einer Stadt zu wohnen

Noch immer habe ich mich nicht getraut in der großen Stadt Auto zu fahren. Irgendwie scheue ich mich noch, aber Donnerstag werde ich zum Einkaufen fahren. 

Dafür bin ich heute mit Ihm durch die Stadt gefahren. Und es ist wie immer: sein Enthusiasmus, Stolz und seine Liebe für seine Stadt reißen mich mit, faszinieren mich. Er lässt mich die Bauwerke, Parks und Geschichte durch seine Augen sehen und es ist wunderschön.
Hinzu kommt, dass sein Wissen meinen Kopf auf eine besondere Art glücklich macht, immer wieder macht mich seine Intelligenz an. 

Heute führt er mich durch ein Bauwerk im Art Deco Stil, ein Architekturstil, den ich besonders mag. Ebenso wie die Hintergründe, die er zu allem erzählen kann, was in Sichtweite liegt.

Beim Gang durch die Stadt, dem kurzen Rundgang durch das Rathaus und beim anschließenden Essen merke ich, wie dieser Abend etwas anderes in mir befriedigt. Es fickt meinen Kopf und ich bin einfach glücklich mit ihm zusammen zu sein. Stilles, tiefes Glück.

Und sein Anruf, 2 Minuten nachdem wir uns verabschiedet haben:

"Ich wollte nur sagen, dass der Tag mit dir schön war, ich bin glücklich."

Das bedeutet viel für mich, macht mich glücklich

Umzug

 Am Donnerstag habe ich mein Auto gepackt. Möbel musste ich ja nicht mitnehmen, aber da hätte auch nichts mehr rein gepasst. Vorgestellt hatte ich mir, dass ich den ganzen Kram locker in den Kofferraum kriege. 

ABER: es ist erstaunlich, wie viel Platz 2 Socken und ein Ladekabel benötigen. Also abgesehen von anderen Kleinigkeiten wie einem Kleiderschrankinhalt, Proteinpulvern, 8 Jacken, dem ein oder anderen Schuh, Parfum, Bettdecke, etc. Ich denke, Sie fühlen das? 

Und dann sollte ja auch noch ein Täschchen mit Teelichtern und Streichhölzern mit. Ein wahrer Platzfresser ... aber wichtig

Vorsichtshalber habe ich noch mal den Reifendruck geprüft. Den großen Koffer hatte ich nämlich nur mit Mühe in den Wagen bekommen. Zum Schluss sah mein Auto so aus, als ob man versucht hätte einen ganzen Brotlaib in eine Brotdose zu bekommen. Beim Öffnen kommt einem der ganze Kram schon freundlich entgegen.

In der großen Stadt lief glücklicherweise alles reibunglos. Auf Grund der merkwürdigen Konstellation mit Vermieter und ehemaligen Nachbarn/Organisator war ich doch misstrauisch, aber es lief alles wie besprochen. 

Und die Wohnung ist wirklich gemütlich, wenn auch nicht ganz mein Stil. 


Abends schrieb mir mein Herr, dass er unterwegs zu mir sei. Und damit begann mein Kopfkino. Irgendwie war die Stimmung zu Beginn etwas befangen. Lockerte sich dann aber, als wir zusammen raus in die Straßen gingen. Meine Wohnung liegt direkt an einem großen Fluss und wir saßen auf einem Ponton mit  einer schönen kleinen Bar. Einzigartig für mich. Dabei seine Nähe. Ich war einfach entspannt und sehr zufrieden. Zuhause wechselte mein Herr als erstes das Türschloss aus und dieser simple Vorgang steigerte mein Sicherheitsgefühl sehr. Ganz abgesehen davon, dass er nun einen Schlüssel zur Wohnung hat, was ich wunderschön und wegen der Aussichten auch aufregend finde. Die Möglichkeiten sind in meiner Vorstellung sehr geil.

Und da gab es noch mehr kleine Zeichen, dass Er an mich gedacht hat: überrraschend legt er ein Brötchen auf den Tisch, zieht Messer, Salz und eine Münze aus der Tasche und überreicht mir das Ganze, dann mit liebevollen Wünschen zum Einzug. Eine Tradition in der großen Stadt. Ich liebs - und ich liebe diesen Mann.

Später knie ich das erste Mal in meinem Leben vor einem Mann. In einem Kerzenkreis. Nackt, aufgeregt und gespannt. Höre ihm zu, wie er mich fragt, ob ich ihn als meinen Herrn anerkenne, ob ich seine sub sein will. Dass er mich nach seinen Kräften fördern und behüten wird, fordern und für mich da sein wird. 

Und die Antwort ist klar und deutlich in meinem Kopf und in meinem Herz. Es ist ein klares Ja zu meinem Herrn und diesem Mann. Wobei ich das nicht so formulieren kann, wie er es gerade getan hat. Seine Worte hallen 24 Stunden später noch in meinem Kopf nach. Und jetzt habe ich das Bedürfnis ihm in die Augen zu sehen und zu sagen, was ich dabei empfunden habe. 

Was mich ein wenig nachdenklich macht, ist, dass ich noch nicht den richtigen Druck für seinen Schwanz bei einem Blow- oder Handjob gefunden habe. Er mag es ein wenig fester, aber ich habe den Eindruck, dass ich es noch nicht optimal mache und das möchte ich nun einmal für ihn. Möchte ihm dienen,, dienlich sein.

Denn für mich, haben wir eine weitere Möglichkeit für einen extremen Höhepunkt gefunden. Es war schon immer so, dass mich die Stimulierung meiner Perle über Druck und Reibung sehr angemacht hat. Bislang habe ich im Bett meine Feuchte an seinem Oberschenkel geborgen, nur sachte bewegt. Bis ich mich mehr darauf bewegt habe, sein wissendes Lächeln dabei mehr wurde und er den Druck verstärkte. Der Orgasmus hat meinen ganzen Körper geschüttelt. Und wie es bei einem richtig guten so ist, führt das zu noch zu einem "Nachbeben". 



Freitag, 18. August 2023

Neuer Schritt

 Am 04.08. war ich das letzte Mal in Hamburg und habe in einem Hotel auf Ihn gewartet. 

Denn ab diesem Monat wohne ich in Hamburg.

Ein spannendes Gefühl, denn ich beende damit eine wichtige Phase in meinem Leben. Hier habe Freunde gefunden und verloren, wieder neue gefunden und habe mit meinen Hunden viele Jahre verbracht. Es hat mich glücklich gemacht so leben zu können. 

Hier habe ich meine Neigung kennenlernen können, war überrascht, begeistert, zaghaft und vorwärts stürmend. Hatte Glück, den richtigen Männer zu begegnen, ob online oder real. Eine unbestimmte Sehnsucht nach Dominanz, einer bestimmten Art von Erotik, Führung und wohl behütet sein, kristallisierte sich heraus als meine Devotheit, meinen submissiven Drang. 

Nun geht es in eine etwas unbestimmte neue Situation, sowohl beruflich als auch privat. Spannend und aufregend, Ansporn für meinen Kopf und meine geistige Beweglichkeit. 

Außerdem ist da jemand, der mir den Rücken stärkt, für mich da ist, wenn er kann. 

Und der mir eine Sprachnachricht geschickt hat, die mich seitdem beschäftigt: 




"Das Auffinden dieses neuen Bändchens ist wunderschön und eine gewisse Symbolik ist dem nicht abzusprechen. 

Ich möchte das das Umlegen dieses neuen Bändchens in einer feierlichen Form hier passiert.

Ich will dass du nackt in einem Kerzenkreis kniest. 

Ich will mit diesem neuen Bändchen meine Verpflichtung für dich als meine sub erneuern . 

Ich liebe dich

Zur Vorbereitung soltest du dich jeden Tag bis dahin rasieren, damit du auch gedanklich darauf vorbereitet bist"


Es gab zu Beginn eine ähnliche Situation, damals hat er mich als sub angenommen. 

Heute ist mir viel klarer, was es bedeutet und daher ist die Vorstellung für mich viel tief gehender und ernster. Kein Wunder, dass mein Kopf sehr beschäftigt ist. 





Donnerstag, 10. August 2023

Vielleicht

habe ich eine Wohnung für die ersten 6 Monate gefunden. 


Direkt an der Elbe, möbliert und mit allem, was ich brauche. Eigentlich sogar teilweise mehr als ich brauche, denn: So einen riesigen Fernseher brauche ich im Leben nicht. Der Raum ist gar nicht so groß, dass man weit genug entfernt sitzen könnte. Männer halt ;-)

Etwas Sorgen macht mir das Arrangement, dass der Mieter getroffen hat. Nach eigener Aussage geht er für ein halbes Jahr ins Ausland. Die Suche nach einem Zwischenmieter und die Organisation hat er seinem (befreundeten?) Nachbarn überlassen. Die beiden waren beim Besichtigungstermin dabei.

-glücklicherweise auch mein Herr - ich fühle mich so viel sicherer und außerdem hätte ich wohl nie hingefunden, mein Orientierungssinn ist noch immer verloren gegangen. 

Nun soll ich die Kaution und eine halbe Monatsmiete für August überweisen, habe aber den Mietvertrag noch nicht. Der soll morgen kommen

Wenn es nicht anders im Vertrag steht, möchte ich die Kaution aber erst zahlen, wenn ich die Schlüssel habe. Ist ja doch ordentlich Geld

apropos Geld

Es ist nun einmal so, dass ich nicht unbedingt mit materiellen Gütern im Überfluss gesegnet bin. Es ist genug für meine Ansprüche

Nur sind da noch die Ansprüche die andere an mich stellen und da ist momentan mein Problem. Im nächsten Monat drängt sich einiges zusammen. Kaution, Miete für zwei Wohnungen, Autoinspektion und mein ganz normales Leben mit allem Drum und Dran.

Das wird mit meinem Gehalt, wenn es durch die Beförderung höher wird und mit dem Wohnungsgeld vom Arbeitgeber, auch gehen. Aber jetzt habe ich für den ersten Monat halt nur das bisherige Gehalt.

Und wie das so ist, hat Er ein Gespür (und die Intelligenz), dass da etwas in mir arbeitet. Ich rede da aber sehr ungern drüber. Weil es nicht unbedingt etwas Gutes ist.

Wir hatten schon einmal darüber geredet und damals vereinbart, dass ich Bescheid sage, wenn ich Hilfe benötige.

Mache ich aber nicht gerne, also um Hilfe fragen. Weil ich dann, egal um was es geht, nur sehr schlecht mit einem "leider nein" umgehen kann. Nicht weil ich dann nicht die Hilfe bekomme, sondern weil ich in jemand vertraut hätte. Was ich selten genug tue. Und dann nicht mehr vertrauen würde.

Er weiß um meine Schwierigkeiten zu bitten. Daher hilft er einfach so, mit vielem. Was ich auf der einen Seite unglaublich schön finde, mir auf der anderen Seite aber extrem unangenehm ist,

Aber: Bei ihm könnte ich um Hilfe bitten. Er ist die Wand in meinem Rücken die ich brauche. Auch wenn ich sie nicht in Anspruch nehme, weiß ich, das er da ist